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Amthor-Foto mit Rechtsextremen: Peinliche Ahnungslosigkeit oder geheime Sympathie?

Philipp Amthor (Archivbild) - SNA, 1920, 20.07.2021
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Unwissenheit schützt bekanntlich vor Strafe nicht. Nun durfte der CDU-Bundestagsabgeordnete Philipp Amthor das am eigenen Leib erfahren. Nach einem Foto mit einem Mann, der ein Solidaritäts-T-Shirt für eine verurteilte Holocaust-Leugnerin trägt, steht der einstige CDU-Hoffnungsträger nun in der Kritik.
Der auf einem Pferdefestival ein Grußwort haltende Philipp Amthor musste sich an diesem Montag – nicht ganz ohne Grund – dem Hagel der darauffolgenden Kritik im Netz aussetzen. Eine im Internet veröffentlichte Aufnahme zeigt den CDU-Abgeordneten lächelnd zwischen zwei mutmaßlichen Neonazis – von denen einer ein T-Shirt anhat, durch das er sich mit der inhaftierten und verurteilten Holocaust-Leugnerin Ursula Haverbeck solidarisiert.
Die 92-jährige Haverbeck hatte erst 2020 ihre Freiheitsstrafe wegen Holocaust-Leugnung abgesessen. Kurz darauf wurde sie aber wegen Volksverhetzung verurteilt – das neueste Verfahren läuft derzeit noch.
Ferner sind es auch seine auf Instagram im Nachhinein geposteten erklärenden Worte, die für reichlich Kritik sorgten:
„Es dürfte jedenfalls allseits bekannt sein, dass ich im Bundestag wehrhaft gegen die Gegner unseres Rechtsstaates kämpfe.“
Da stellt sich logischerweise die Frage, wie ihm als Kämpfer „gegen die Gegner unseres Rechtsstaates“ Haverbecks Name unbekannt sein könnte.
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Die Reaktion des Bundestagsabgeordneten ließ nicht lange auf sich warten:
„Hätte ich die T-Shirt-Aufschrift bemerkt, hätte ich das Foto natürlich nicht gemacht“, postete Amthor daraufhin auf seiner Instagram-Seite.
Ob und inwieweit das auf Twitter veröffentlichte Foto bearbeitet wurde, lasse sich für ihn nicht mit Sicherheit feststellen, erklärte der CDU-Politiker.
Bei dem Pferdefestival im vorpommerschen Boock am Sonntag hätten ihn viele Menschen um ein Foto gebeten, sagte Amthor am Montag der Deutschen Presse-Agentur.
„Die beiden Bürger und ihren Hintergrund kannte und kenne ich nicht.“
Auf Instagram erklärt Amthor: Ihn in einen solchen Kontext rücken zu wollen, sei befremdlich und Zeichen eines „völlig unsachlichen Wahlkampfes“.
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