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Anti-Corona-Demo eskaliert: Randalierer attackieren Fernsehsender in Hauptstadt Zyperns

© AFP 2021 / Etienne TorbeyZyperns Nationalpolizei in der Sigma-Redaktion nach der Attacke am 18. Juli 2021
Zyperns Nationalpolizei in der Sigma-Redaktion nach der Attacke am 18. Juli 2021 - SNA, 1920, 19.07.2021
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Ein friedlicher Protest auf Zypern ist am Sonntagabend vor einer Redaktion der Dias-Mediengruppe zu einem gewaltsamen Krawall eskaliert. Die Vandalen zerstörten Büros und setzten Autos in Brand. Fünf Menschen wurden festgenommen, zwölf Polizisten erlitten Verletzungen. Darüber informiert die Zeitung „CyprusMail“ am Montag.
Eine Gruppe von Demonstranten brach gegen 21.30 Uhr (Ortszeit) in die Redaktion des Fernsehsenders Sigma in Nikosia ein, als die Live-Übertragung einer Nachrichtensendung noch im Gange war, teilte die Zeitung mit. Die Eindringlinge griffen Mitarbeiter an, verwüsteten die Büros, warfen Steine und zündeten Autos auf dem Parkplatz an. Nach Angaben sind dabei mindestens zwölf Polizisten verletzt worden, sieben von ihnen mussten zur Behandlung ins Krankenhaus.
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Es kam zudem zu fünf Festnahmen, zehn weitere Verdächtige werden in Zusammenhang mit dem Vorfall gesucht. Die Materialschäden belaufen sich nach Angaben des TV-Senders auf „mehrere tausend Euro“. Die Zeitung zitierte unter anderem Sigmas Geschäftsführer Chrysanthos Tsouroullis, der sich überrascht zeigte, wie Jugendliche, die Kapuzen tragen, „ihre Mitbürger mit dem Tod bedrohen können“, weil diese ihre Pflicht erfüllen, andere zu informieren.
Laut der Polizei kamen die Randalierer aus den Reihen der etwa 2500 Demonstranten, die am Nachmittag vor dem Präsidentenpalast gegen die Einführung eines sogenannten „SafePass“ protestierten, der vor über eine Woche eingeführt worden war. Demnach sind die Bürger ab 12 Jahre nun verpflichtet, einen Impfnachweis oder einen Schnelltest in fast allen Gastronomiebetrieben und Versammlungsstätten vorzuzeigen. Der Anstieg der Infektionszahlen sowie die niedrige Impfrate unter den Jugendlichen zwischen 18 bis 30 Jahren veranlasste die Regierung dazu, neue Maßnahmen zu ergreifen.
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Der zyprische Präsident Nikos Anastasiades verurteilte die Attacke via Twitter als einen „Schlag gegen die Demokratie und Rechtsstaatlichkeit“. Der Staat werde diesen nicht dulden und strikt gegen diejenigen vorgehen, die Gesetze missachten, so Anastasiades. „Die Gesundheit, die Sicherheit unserer Bürger und unsere Demokratie werden nicht in die Hände unverantwortlicher Bürger gelegt“, heißt es in der Mitteilung.
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