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„Mobbing gegen Männer“ und „Partei der Intoleranz“ – Aiwanger greift Grüne an

© AFP 2021 / PETER KNEFFELDer Chef der Freien Wähler, Hubert Aiwanger
Der Chef der Freien Wähler, Hubert Aiwanger - SNA, 1920, 18.07.2021
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Der Chef der Freien Wähler, Hubert Aiwanger, wirft den Grünen mit ihrer Gleichstellungspolitik „Mobbing gegen Männer“ vor. Den Politiker stört darüber hinaus einiges am Kurs und Auftreten der Partei.
„Bei denen muss man sich schon dafür entschuldigen, ein Mann zu sein. Die Grünen praktizieren keine Gleichberechtigung, sondern Mobbing gegen Männer“, sagte der bayerische Wirtschaftsminister und stellvertretende Ministerpräsident im Gespräch mit dem „Tagesspiegel“ (Sonntag).
Die Grünen seien zu einer Partei der Intoleranz geworden, so Aiwanger. „Fleischessen verteufeln, kein Autofahren, Klima, Klima, Klima. Wir brauchen jedoch pragmatische Lösungen statt schlechtes Gewissen und Zukunftsangst.“
Um die strukturelle Benachteiligung von Frauen in der Politik abzubauen, schlug Aiwanger vor: „Man kann zum Beispiel die Termine von Parteiveranstaltungen familiengerechter legen und Frauen noch mehr animieren, sich auch für eine Kandidatur bereit zu erklären. Viele Frauen haben mehr auf dem Kasten als Männer, die große Reden schwingen. Nur sind Frauen oftmals zurückhaltender. Sie gehen Auseinandersetzungen oft aus dem Weg und Männer drängen sich vor. Das müssen wir in der Politik berücksichtigen.“ Man könne Frauen gezielt fördern, aber eine Quote sei isoliert gesehen falsch.
Den Begriff „alte weiße Männer“, mit dem Kritiker eine aus ihrer Sicht privilegierte Stellung der Bevölkerungsgruppe beanstanden, bezeichnete Aiwanger als „Rassismus in Reinform“. Man dürfe Männern kein schlechtes Gewissen machen, nur weil sie Männer sind. „Das ist Intoleranz gegenüber Männern.“

Kritik von Markus Söder

Zuvor übte auch der bayerische Ministerpräsident Markus Söder deutliche Kritik an den Grünen. „Die Grünen laufen mit dermaßen hohen moralischen Bugwellen durchs Land und mit einer selbsternannten Attitüde moralischer Gerechtigkeit“, sagte der CSU-Chef am Samstag und fügte hinzu: Wer andere ständig belehre, müsse auch selber genau die gleichen Maßstäbe einhalten, und das könnten die Grünen nicht.
An dieser Stelle kam er auf den Lebenslauf der Grünen-Vorsitzenden Annalena Baerbock zu sprechen. „Wer ständig anderen Vorschriften macht, könnte wenigstens seinen eigenen Lebenslauf gut organisieren“, erklärte Söder.
Baerbock war in den letzten Wochen wiederholt Plagiatsvorwürfen ausgesetzt, nachdem in ihrem neuen Buch „Jetzt. Wie wir unser Land erneuern“ nahezu wortgleich und ungekennzeichnet übernommene Textpassagen entdeckt worden waren. Für Unmut sorgte sie unter anderem mit Versäumnissen wie etwa nachgemeldete Nebeneinkünfte oder irreführende Angaben, was ihr als Kanzlerkandidatin mitten im Wahlkampf geschadet haben dürfte.
Annalena Baerbock und Robert Habeck - SNA, 1920, 18.07.2021
Umfrage zur Kanzlerkandidatur: Grüne wollen Baerbock – ein Drittel der Deutschen für Habeck
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