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„Freundschaft!“: Druschba-Ausstellung in Eisenhüttenstadt

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Eisenhüttenstadt, das ehemalige „Stalinstadt“, ist erst vor gut 70 Jahren nahe der polnischen Grenze in den märkischen Sand gestampft worden. Heute gilt die Kleinstadt um das große Stahlwerk als architektonisches Denkmal der DDR-Zeit. Eine Reise in die Vergangenheit bietet auch eine Ausstellung über die Erdgastrasse „Druschba“.
Der Ausbau der „Drushba"-Trasse (russ. Дpyжбa; dt. Freundschaft) in den 1970er Jahren und ihrer Erweiterungen bis in die 1990er Jahre waren das Vorzeige-Projekt der Deutschen Demokratischen Republik (DDR) im Ausland. Tausende Arbeiter waren über Jahre entlang der Trasse im Einsatz. Dafür bekam die DDR Erdgas aus der Sowjetunion. Das „Jahrhundertprojekt“ wurde von einer großangelegten Kulturkampagne begleitet. Dieser widmet sich nun die Ausstellung „Дружба! Die Kulturkampagne zum Bau der Erdgasleitungen“ in Eisenhüttenstadt. Die Ausstellung zeigt die Verknüpfung von Kultur- und Wirtschaftspolitik, untersucht, welches Image für die Öffentlichkeit konstruiert wurde und welche Rolle die Kunst dabei spielte. Auch der Ausstellungsort ist sehenswert – die erste Selbstbedienungskaufhalle der Stadt (Saarlouiser Straße 60a), die heute unter Denkmalschutz steht.

Stalinstadt im märkischen Sand

Eisenhüttenstadt, in den 1950er Jahren aus dem Nichts an die polnische Grenze gebaut, ist architektonisch eine Art Open-Air-DDR-Museum mit klassizistischem Sowjeteinschlag. Die sozialistische Wohnstadt für das Eisenhüttenkombinat Ost (EKO) hieß von 1953 bis 1961 „Stalinstadt“.

Das „Museum Utopie und Alltag“, das die „Druschba-Ausstellung“ präsentiert, zeigt außerdem eine Dauerausstellung zu „Alltag in der DDR“ und aktuell eine Sonderausstellung zum architektonischen Wandel der Stadt „Ohne Ende Anfang. Zur Transformation der sozialistischen Stadt“.
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