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Afghanistan: Russland warnt vor „Verlagerung der Instabilität“

© AP Photo / Rahmat GulSoldaten der afghanischen Nationalarmee (ANA) stehen am Samstag, 17. April 2021, an einem Kontrollpunkt am Stadtrand von Kabul.
Soldaten der afghanischen Nationalarmee (ANA) stehen am Samstag, 17. April 2021, an einem Kontrollpunkt am Stadtrand von Kabul. - SNA, 1920, 16.07.2021
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Die Lage in Afghanistan verschlimmert sich aus der Sicht des russischen Außenministers Sergej Lawrow immer weiter. Er setzt dies mit dem Abzug der US-Truppen aus dem Land in Verbindung.
„Leider haben wir in den vergangenen Tagen eine rapide Verschlechterung der Lage verzeichnet“, sagte Lawrow auf einer Plenarsitzung der Konferenz „Zentral- und Südasien. Regionale Vernetzung: Herausforderungen und Chancen“.
Es bestehe die Gefahr einer „Verlagerung der Instabilität in die Nachbarstaaten“, warnte der Minister. Darüber hinaus verschärfe die Afghanistan-Krise die terroristische Bedrohung und das Problem des illegalen Drogenhandels, der ein beispielloses Ausmaß erreicht habe.
Moskau steht Lawrow zufolge nicht nur für einen aktiven Dialog zwischen den Konfliktparteien, sondern auch für den Ausbau von Verhandlungsformaten.
Die Zusammenstöße zwischen Regierungstruppen und der radikal-islamistischen Bewegung Taliban* verschärften sich nach der Ankündigung von US-Präsident Joe Biden am 14. April, den US-Einsatz in Afghanistan – den längsten US-Einsatz im Ausland – zu beenden. Die Taliban haben in ländlichen Gebieten bereits bedeutende Gebiete erobert und eine Offensive gegen Großstädte gestartet. Mehr als 95 Prozent der US-Truppen haben das Land bereits verlassen. Schluss mit dem US-Einsatz sollte ursprünglich am 11. September sein, doch laut Biden endet die Mission etwas früher, nämlich am 31. August.
Unterstützer der Taliban an der afghanisch-pakistanischen Grenze - SNA, 1920, 15.07.2021
Taliban nennen Option für Feuerpause in Afghanistan – Medien
Im Jahr 2020 unterzeichneten Washington und Vertreter der Taliban das erste Friedensabkommen seit mehr als 18 Jahren Krieg. Es sieht den Abzug ausländischer Truppen und den Beginn eines interafghanischen Dialogs nach einem Gefangenenaustausch vor.
Samir Kabulow, Russlands Afghanistan-Sondergesandter, glaubt, dass der Krieg noch zwei Monate dauern kann, die Militanten würden die Republik aber nicht vollständig erobern, obwohl sie bereits fast die Hälfte der Kreise besetzt haben.
*Unter anderem von der Organisation des Vertrags über kollektive Sicherheit (Armenien, Kasachstan, Kirgistan, Russland, Tadschikistan, Weißrussland) als Terrororganisation eingestuft, deren Tätigkeit in diesen Ländern verboten ist
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