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US-Politiker ruft zu Luftschlägen gegen Kuba auf

© REUTERS / MARCO BELLOProteste auf Kuba
Proteste auf Kuba - SNA, 1920, 15.07.2021
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Der Bürgermeister der Stadt Miami, Francis Suarez, hat die US-Regierung dazu aufgerufen, Luftschläge gegen Kuba zu erwägen, um die kubanische Führung zu stürzen.
Nach Ansicht von Suarez sollte Washington die Möglichkeit prüfen, die Führung in Havanna mittels militärischer Gewalt unter Druck zu setzen. „Es ist als potenzielle Variante zusätzlich zu einer Vielzahl anderer Optionen zu diskutieren und zu erwägen“, erklärte er gegenüber dem Fernsehsender „Fox News“.
Daraufhin sagte der Politiker der Zeitung „Miami Herald“, er habe auf einen Anruf des US-Präsidenten gewartet, um mit ihm die Möglichkeiten einer Militärintervention auf Kuba zu erörtern.
Seit einigen Tagen protestieren tausende Menschen auf Kuba. Sie fordern freie Wahlen und die Beseitigung sozialer Missstände. Den Demonstranten treten Anhänger der Regierung in landesweiten Kundgebungen entgegen. Dazu hat die Führung in Havanna sie aufgerufen. Das Weiße Haus erklärte, die Proteste würden Auswirkungen auf die weitere Außenpolitik der Vereinigten Staaten gegenüber dem Inselstaat nach sich ziehen.
Antiregierungsproteste in Havanna am  11. Juli 2021 - SNA, 1920, 14.07.2021
Ein Toter bei Protesten auf Kuba

Moskau pocht auf Nicht-Einmischung

Unterdessen hat das Außenministerium in Moskau die US-Regierung dazu aufgefordert, von Einmischungen in die inneren Angelegenheiten Kubas abzusehen. Es sei den Kubanern zu überlassen, über das weitere Schicksal ihres Landes zu bestimmen, erklärte Ministeriumssprecherin Maria Sacharowa in einer Mitteilung auf der Website der Behörde. Die Menschen in Kuba, die kubanische Regierung und das Volk, sollen sich eigenständig mit der Lage im eigenen Land auseinandersetzen können. „Wir rufen Washington dazu auf, die Kubaner selbst über ihr eigenes Schicksal entscheiden zu lassen.“
Von den USA sei gegenwärtig nur eines gefordert: „Sich in die Angelegenheiten eines souveränen Staates nicht einzumischen“. Sollte Washington den Kubanern wirklich helfen wollen, dann wäre es laut Sacharowa sinnvoll, die Handelsblockade aufzuheben, die die Vereinigten Staaten gegen Kuba verhängt hatten und die international auf allgemeine Ablehnung stößt.
Im Übrigen initiiere Washington auch auf Kuba eine Farbrevolution gegen eine unliebsame Regierung. Das Verfahren sei bereits vielerorts angewandt worden, der Ablauf sei immer wieder gleich: „Erst werden Sanktionen gegen die Regierung verhängt, sozial und wirtschaftlich belastende Probleme werden künstlich geschaffen oder von außen in das Land hineingetragen. Auf dieser Basis werden Bewegungen hervorgerufen und regierungsfeindliche Stimmungen geschürt. Ist eine kritische Masse erreicht, wird die Verantwortung dafür der Regierung auferlegt. Sie wird gebrandmarkt und diskreditiert, bis die Situation kippt. Dasselbe Verfahren versucht man gegenwärtig auch auf Kuba anzuwenden.“
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