Мусор после проливных дождей в Бад-Нойенар-Арвайлере, Германия  - SNA, 1920
Hochwasser in Deutschland
Aktuelle Informationen zu Hochwasser in Deutschland
Nach der Überschwemmung in NRW, Hochwasser in Erftstadt-Blessem.  - SNA

Live-Ticker: Dramatische Unwetter-Folgen in Deutschland – Tote und Vermisste in vielen Städten

Im Westen Deutschlands, vor allem in Nordrhein-Westfalen und Rheinland-Pfalz, sind am Mittwoch riesige Regenmengen gefallen. Die Natur-Katastrophe forderte erste Todesopfer.
Verfolgen Sie die wichtigsten Nachrichten zum Thema im SNA-Live-Ticker.
Inhaltsverzeichnis
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14:35 04.08.2021
Nach der Flut: Land prüft Belastung der Flüsse
Nach der Hochwasserkatastrophe vor drei Wochen untersucht das Land Rheinland-Pfalz die Wasserqualität der betroffenen Flüsse Ahr, Kyll, Sauer und Prüm. Mit einem Sondermessprogramm wolle man Klarheit erhalten, in welchem Zustand die Flüsse sich befinden, teilte die Struktur- und Genehmigungsdirektion Nord am Mittwoch in Koblenz mit. Mit der Überschwemmung von Gewerbebetrieben und Kläranlagen sei "eine erhebliche Belastung der Umwelt und der Gewässer entstanden".
12:39 04.08.2021
Steinmeier spricht bei Gedenken für Opfer der Flutkatastrophe
Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier wird bei dem geplanten Gedenken für die Opfer der Flutkatastrophe am 28. August im Aachener Dom eine Rede halten. Das hat am Mittwoch das Bundespräsidialamt in Berlin bestätigt. Steinmeier werde aber nicht bei dem ökumenischen Gottesdienst sprechen, sondern bei einer sich unmittelbar anschließenden Gedenkzeremonie. Diese werde ebenfalls im Dom stattfinden.
10:47 04.08.2021
Nach Flut: Kabinett beschließt Aussetzung der Insolvenzantragspflicht
Das Bundeskabinett hat nach der Flutkatastrophe vor allem im Westen Deutschlands eine vorübergehende Aussetzung der Insolvenzantragspflicht für Firmen auf den Weg gebracht. Das teilte das Justizministerium am Mittwoch mit.
„Durch den Starkregen und das Hochwasser sind auch Unternehmen unverschuldet in finanzielle Not geraten, die an sich tragfähige und erfolgreiche Geschäftsmodelle haben”, erklärte Justizministerin Christine Lambrecht (SPD).
16:10 02.08.2021
Mehr als 15 Millionen Euro an Ahrtal-Flutopfer ausbezahlt
Nach der Flutkatastrophe im Ahrtal sind bislang mehr als 15 Millionen Euro aus der Soforthilfe des Landes Rheinland-Pfalz an Bewohner der Region ausgezahlt worden. Wie die DPA mit Verweis auf das Statistische Landesamt am Montag meldete, wurden bislang rund 7500 Anträge bewilligt.
1600 Anträge seien mehrfach eingereicht worden. Eine dreistellige Zahl von Anträgen werde noch bearbeitet, da bei ihnen noch Fragen zu klären seien wie etwa Zahlendreher in Kontoverbindungen oder unklare Adressangaben. Als offensichtlich unbegründet sei eine mittlere zweistellige Zahl an Anträgen zurückgewiesen worden, darunter auch einige wenige, bei denen eine betrügerische Absicht zu vermuten sei, teilte die Behörde weiter mit. Diese Fälle würden an Polizei und Staatsanwaltschaft weitergegeben.
14:41 02.08.2021
Zahl der Toten im Ahrtal auf 138 gestiegen
Die Zahl der Menschen, die in der Flutkatastrophe im Ahrtal ihr Leben verloren haben, ist am Montag auf 138 gestiegen. Weiterhin vermisst werden 26 Bewohner, wie Florian Stadtfeld vom Polizeipräsidium Koblenz mitteilte.
Bis zum Wochenende waren 135 Menschen tot geborgen worden. Identifiziert seien bislang 106 Menschen, sagte Thomas Linnertz vom Polizeipräsidium Koblenz. Keine Angaben macht die Polizei bislang zur Frage, wie viele Menschen in den einzelnen Orten ums Leben kamen.
14:40 02.08.2021
Staatsanwaltschaft prüft nach Flutkatastrophe Ermittlungsverfahren
Die Staatsanwaltschaft prüft nach der Flutkatastrophe im Ahrtal die Einleitung eines Ermittlungsverfahrens wegen des Anfangsverdachts der fahrlässigen Tötung und der fahrlässigen Körperverletzung. Dabei gehe es um möglicherweise unterlassene oder verspätete Warnungen oder Evakuierungen der Bevölkerung, teilte die Koblenzer Behörde am Montag mit.
15:08 28.07.2021
Bundeswehr mit 2000 Einsatzkräften in Hochwassergebieten
Nach der Unwetterkatastrophe hilft die Bundeswehr aktuell mit rund 2000 Einsatzkräften in den betroffenen Gebieten von Rheinland-Pfalz und Nordrhein-Westfalen. Diese Zahl nannte der scheidende Chef des Landeskommandos NRW, Brigadegeneral Torsten Gersdorf, am Mittwoch in Düsseldorf. Als ein Schwerpunkt der Einsätze wurde das besonders betroffene Ahrtal in Rhein-Pfalz genannt.
14:48 28.07.2021
Zahl der Toten nach Flut in Rheinland-Pfalz auf 134 gestiegen
Die Zahl der Todesopfer nach der Flutkatastrophe in Rheinland-Pfalz ist am Mittwoch auf 134 gestiegen. In den vergangenen 24 Stunden seien zwei weitere Menschen tot geborgen worden, sagte Florian Stadtfeld vom Polizeipräsidium Koblenz in Bad Neuenahr-Ahrweiler. Bisher seien 76 Tote identifiziert worden. Nach wie vor vermisst werden noch 73 Menschen. Die Zahl der Verletzten nach dem Starkregen vom 14. Juli und den dadurch ausgelösten Sturzfluten gab Stadtfeld mit 766 an.
08:17 27.07.2021
FDP will Auszeichnung für Hochwassereinsatz der Bundeswehr
Die FDP-Verteidigungspolitikerin Marie-Agnes Strack-Zimmermann hat eine Auszeichnung für Soldaten gefordert, die nach der Unwetterkatastrophe im Westen Deutschlands im Hilfseinsatz sind. „Eine solche Auszeichnung ist im wahrsten Sinne des Wortes eine sichtbare Wertschätzung für diejenigen, die einen unfassbaren Einsatz im Dienste der in Not geratener Mitmenschen geleistet haben“, sagte die verteidigungspolitische Sprecherin der FDP-Bundestagsfraktion mit Blick auf den Einsatz von derzeit etwa 1950 Männern und Frauen.
Strack-Zimmermann regte an, eine „Einsatzauszeichnung Fluthelfer“ gemeinsam mit den Bundesländern zu stiften. Einzelne herausragende Leistungen könnten auch mit dem Ehrenkreuz ausgezeichnet werden. Sie sagte, dies sei eine „Erinnerung daran, dass wir diese „Helden" brauchen und ihnen schlichtweg dankbar sind“. „Fast tragisch“ nannte sie es, dass die Bundeswehr den Menschen besonders auffalle, wenn sie im Innern in Not seien, wie bei der Corona-Pandemie oder bei Katastrophen. Wichtig wäre es, wenn dies auch für die Auslandseinsätze gelten würde.
Durch die Unwetterkatastrophe in Rheinland-Pfalz und Nordrhein-Westfalen waren in der vorvergangenen Woche mindestens 179 Menschen ums Leben gekommen, Dutzende werden noch immer vermisst.
22:53 26.07.2021
Polen schickt Hochwasserhilfe nach Nordrhein-Westfalen
Polen hilft bei den Aufräumarbeiten nach der Hochwasserkatastrophe in Nordrhein-Westfalen. Man habe ein Feuerwehrteam mit 70 Geräten zum Trocknen von beschädigten Gebäuden nach Deutschland entsandt, teilte Ministerpräsident Mateusz Morawiecki am Montag bei Twitter mit. Damit werde ein Hilfsversprechen erfüllt, das er Bundeskanzlerin Angela Merkel gegeben habe, fügte der Politiker der Partei Recht und Gerechtigkeit (PiS) hinzu. Der Konvoi sollte noch am Abend aufbrechen.
22:52 26.07.2021
Unwetter und Überschwemmungen in Bayern
18:52 26.07.2021
ARD-Spendenaktion sammelt 57 Millionen Euro für Hochwasser-Opfer
Mit der Spendenaktion "Wir halten zusammen" hat die ARD nach eigenen Angaben bisher mehr als 57 Millionen Euro für die Hochwasser-Opfer gesammelt. Allein 211.200 Euro seien mit der Versteigerung eines Bildes von Udo Lindenberg erzielt worden, teilte der öffentlich-rechtliche Rundfunkverbund am Montag in Köln mit. Der Künstler habe das Bild mit dem Titel "Wir sitzen alle in einem Boot" gemalt und für die Spendenaktion zur Verfügung gestellt.
12:39 26.07.2021
Noch nicht überall wieder Strom und Trinkwasser in Euskirchen
Die Versorgung mit Strom und Trinkwasser ist im nordrhein-westfälischen Kreis Euskirchen auch rund zwölf Tage nach der Flutkatastrophe nicht wieder vollständig hergestellt. „Wir sind immer noch nicht bei hundert Prozent“, sagte ein Sprecher des Kreises am Montag. In weiten Teilen von Bad Münstereifel und im Stadtgebiet von Euskirchen müsse das Wasser weiterhin abgekocht werden. Zudem seien noch nicht alle Gebieten wieder komplett mit Strom versorgt.
Währenddessen schreiten die Aufräumarbeiten dort weiter voran. „Die Müllberge verschwinden langsam“, sagte der Sprecher. „Aber es ist auch noch jede Menge zu tun.“ Zudem seien die Bachläufe und Abflüsse in den vergangenen Tagen auf Treibgut kontrolliert worden, um für eventuelle neue Regenfälle gewappnet zu sein.
18:54 25.07.2021
Starke Gewitter in Berlin und Brandenburg
In Berlin und Brandenburg sind am frühen Sonntagabend heftige Gewitter niedergegangen. Die Berliner Feuerwehr teilte auf Twitter mit, sie befinde sich im „Ausnahmezustand_Wette”. Einsätze würden priorisiert abgearbeitet, es könne beim Notruf 112 zu Wartezeiten kommen. Der Deutsche Wetterdienst hatte auch für Brandenburg gewarnt, etwa für Märkisch-Oderland, Oberhavel, Oder-Spree und Spree-Neiße, die Kreise Ostprignitz-Ruppin, Barnim, Dahme-Spreewald sowie die Stadt Cottbus. Vereinzelt könnten Bäume entwurzelt und Dächer beschädigt werden, Überflutungen von Kellern und Straßen sowie über Ufer tretende Bäche und Flüsse seien möglich.
22:06 24.07.2021
Erneut Unwetter in Belgien: Autos werden weggespült
18:38 24.07.2021
Schätzung der Bahn: 1,3 Milliarden Euro Hochwasser-Schäden an Ahr und Eifel
Die deutsche Bahn hat die Schäden infolge schwerer Unwetter in Nordrhein-Westfalen und Rheinland-Pfalz auf 1,3 Milliarden Euro geschätzt, berichtet der Kölner Stadt-Anzeiger. Der Wiederaufbau der betroffenen Infrastruktur soll mehrere Jahre dauern.
11:22 24.07.2021
Bevölkerung in Hochwasserregion wird vor Unwetter gewarnt
In der Hochwasserregion in Rheinland-Pfalz hat der Katastrophenschutz für die Bürger wegen der vorhergesagten Unwetter eine Notunterkunft eingerichtet. Laut der Aufsichts- und Dienstleistungsdirektion wird dazu in möglicherweise betroffenen Orten informiert.
„Die Vorbereitungen laufen. Die Bevölkerung wird in den Sozialen Medien noch einmal gewarnt und es werden Flugblätter verteilt“, sagte ein Sprecher am Samstagmorgen.
Demnach besteht keine akute Hochwassergefahr für die Ahr. Dennoch sei bei Niederschlag mit verstärktem Oberflächenwasser insbesondere in den Orten zu rechnen, in denen Teile der Kanalisation zerstört oder verstopft sind. Dadurch könne es örtlich zu einem neuen Einlaufen von Wasser in Kellern kommen. Davon stärker betroffen sein könnten laut Katastrophenschutz die Ortschaften Schuld, Insul und Dümpelfeld. Außerdem könne es wegen verstopfter Einläufe in der Stadt Bad Neuenahr und der Ortsgemeinde Müsch zur Einstauung von Wasser in den Straßen kommen.
Der Katastrophenschutz biete allen Einwohnerinnen und Einwohnern der betroffenen Orte bei Bedarf eine Unterbringung an, hieß es. In Leimersdorf in der Verbandsgemeinde Grafschaft werde von diesem Samstag an ab 10.00 Uhr durchgängig eine Notunterkunft betrieben, die auch in den nächsten Tagen zur Verfügung stehe. Es würden Shuttle-Busse eingesetzt.
Im Laufe des Tages kann es laut Deutschem Wetterdienst (DWD) in der Region zu lokal eng begrenzten Unwettern mit Niederschlagsmengen zwischen 25 und 40 Litern pro Quadratmeter in kurzer Zeit kommen. Die Regenmenge solle aber meist unterhalb der Warnschwelle bleiben. Wo genau die Unwetter stattfinden, ist laut DWD zunächst nicht zu sagen. „Eine genaue Lokalisierung der Schwerpunkte wird - wenn überhaupt - nur sehr kurzfristig möglich sein,“ hieß es.
06:36 24.07.2021
Hochwasser: Jean-Claude Juncker lobt Solidarität der Deutschen
Nach der Hochwasser-Katastrophe hat der ehemalige EU-Kommissionspräsident Jean-Claude Juncker die Hilfsbereitschaft und Solidarität der Deutschen gelobt. In einem Gespräch mit der „Neuen Osnabrücker Zeitung“ (NOZ) hob er das „unwahrscheinliche Volumen an Solidarität“ hervor.

Der Luxemburger fügte hinzu: „Das hat sich schon vor Jahren beim Oder-Hochwasser unter Beweis gestellt und zeigt sich jetzt wieder in Nordrhein-Westfalen und Rheinland-Pfalz.“ Menschen seien bei großen Problemen zu Großem fähig: „Und da haben die Deutschen mit ihrer Hilfsbereitschaft füreinander ein gutes Beispiel abgeliefert. Und das ist doch eine beeindruckende kollektive Leistung der Deutschen.“

Juncker warnte davor, zu sehr die Kritik am Katastrophenschutz in den Mittelpunkt der Debatte zu rücken. „Das ist immer so in Deutschland, dass man die Dinge bemängelt, die nicht geklappt haben“, sagte Juncker der „NOZ“. Manöverkritik sei durchaus wichtig, aber man müsse nun erst in Ruhe analysieren, warum die Warnungen, die es zuhauf gegeben habe, nicht alle Menschen erreicht hätten.
19:21 22.07.2021
Weiteres Todesopfer nach Hochwasser im Kreis Euskirchen entdeckt
Einsatzkräfte haben im schwer von der Unwetterkatastrophe getroffenen Kreis Euskirchen ein weiteres Todesopfer gefunden. Die Leiche sei am Mittwochnachmittag in der Stadt Schleiden in der Eifel entdeckt worden, teilte die Kölner Polizei am Donnerstag mit. Aussagen zur Identität, Alter, Auffindeort, Herkunft und Todesumständen würden nach wie vor nicht veröffentlicht - zum Schutz der Angehörigen.
Zugleich teilte die Behörde mit, dass eine bislang als Hochwasser-Opfer gezählte Person aus dem Kreis Euskirchen nunmehr aus der Statistik der Unwettertoten "rausgerechnet" werde. Eine Obduktion habe ergeben, dass sie an einer natürlichen Todesursache gestorben sein soll.
14:50 22.07.2021
NRW-Kabinett beschließt 200 Millionen Euro Soforthilfe für Flutopfer
In Nordrhein-Westfalen hat das Landeskabinett 200 Millionen Euro Soforthilfe für die Betroffenen der Hochwasserkatastrophe beschlossen. Der Bund habe zugesagt, die Summen der Länderhilfspakete jeweils zu verdoppeln, sagte Ministerpräsident Armin Laschet (CDU) am Donnerstag nach einer Sondersitzung des Kabinetts in Düsseldorf. Anträge könnten sofort gestellt werden. Soforthilfen gebe es für vier Gruppen: Privatbürger, Wirtschaft, Landwirte und Kommunen.
Für betroffene Bürger gebe es einen Sockelbetrag in Höhe von 1500 Euro pro Haushalt, sagte der CDU/CSU-Kanzlerkandidat. Für jede weitere Person stünden 500 Euro bereit. Insgesamt würden maximal 3500 Euro pro Haushalt ausgezahlt. Im Formular könne eine Kontoverbindung angegeben werden, auch Barauszahlungen seien aber möglich. Bedürftigkeits-, Vermögens- und Detailprüfungen werde es nicht geben.
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