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Roskosmos: Ein Atomkraftwerk für den Mars – mit interplanetarem Raumschlepper

© Foto / Arsenal Design BureauRaumschlepper „Zeus“
Raumschlepper „Zeus“ - SNA, 1920, 15.07.2021
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Die russische Raumfahrtagentur Roskosmos hat vorschlagen, auf dem Mars ein Atomkraftwerk zu errichten, das eine künftige russische Marsbasis mit Strom versorgen soll. Zum Roten Planeten soll die Anlage mit dem geplanten atomgetriebenen Raumschlepper „Zeus“ gebracht werden.
Spezialisten des „Arsenal Design Bureau“ aus St. Petersburg haben vorgeschlagen, auf dem Mars ein Kernkraftwerk zu errichten, wie Sputnik International berichtet. Arsenal Design Bureau ist ein Tochterunternehmen der russischen Raumfahrtagentur Roskosmos und entwickelt Raumschiffe, Satelliten und andere Technologien für das Weltall.
Das Kernkraftwerk soll auf dem Mars eine künftige russische Basis mit Strom versorgen. An seinen Zielort soll es dabei von dem mehr als 20 Tonnen schweren Raumschlepper „Zeus“ gebracht werden. „Zeus“ soll nach Plan erst 2030 seinen ersten Probeflug absolvieren. Er gehört zur Klasse der „Transport-energetischen Module“. Ein Nuklearantrieb soll dabei mit etwa einem Megawatt elektrischer Leistung den Transport großer Lasten über weite Strecken ermöglichen. Die Maße im Betriebszustand sollen in etwa 50 Meter Länge und etwas über 20 Meter Breite betragen.
Auf die Oberfläche des Roten Planeten gelangt das Kernkraftwerk dann dank eines Fallschirmsystems und soll sofort in Betrieb gehen können. Die Aufgabe von „Zeus“ könnte sich nach Ankunft im Mars-Orbit ändern. Aus einem Tranportvehikel würde dann ein Kommunikationsmittel werden, das Signale von der Marsoberfläche zur Erde und umgekehrt überträgt. Der Raumschlepper könnte aber auch im Erdorbit eine Rolle als Unterstützung der russischen Flugabwehr spielen.
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Hubble schweigt: Spektakuläre Aufnahmen des Weltraumteleskops
Russland arbeitet seit 2010 an einem interplanetaren Raumschiff mit einem Kernkraftwerk. 2019 wurde ein Konzept davon auf der internationalen Messe für Luft- und Raumfahrt MAKS in Moskau vorgestellt. Im Dezember 2020 wurde zwischen Roskosmos und dem Arsenal Design Bureau ein Vertrag über 56,5 Millionen Dollar für die Entwicklung des Designs abgeschlossen, das bis 2024 fertig sein soll. Laut Roskosmos-Chef Dmitrij Rogosin könnte „Zeus“ neben dem Mars auch den Mond und die Venus ansteuern und eventuell auch auf der Suche nach außerirdischem Leben das Sonnensystem verlassen.
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