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Мусор после проливных дождей в Бад-Нойенар-Арвайлере, Германия  - SNA, 1920
Hochwasser in Deutschland
Aktuelle Informationen zu Hochwasser in Deutschland

Hochwasser im Westen Deutschlands: Vier Tote, 30 Vermisste, weiterer Feuerwehrmann stirbt

© REUTERS / WOLFGANG RATTAYHochwasser im Westen Deutschlands
Hochwasser im Westen Deutschlands - SNA, 1920, 15.07.2021
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Nach schweren Überflutungen nach dem neuesten Unwetter im Westen Deutschlands sind im Landkreis Ahrweiler in Rheinland-Pfalz vier Menschen ums Leben gekommen. Das bestätigte ein Sprecher der Polizei in Koblenz am Donnerstagmorgen. Die genauen Umstände würden noch geklärt. Die Opfer wurden ihm zufolge an mehreren Orten gefunden.
Bei Rettungsarbeiten ist nach Polizeiangaben ein weiterer Feuerwehrmann ums Leben gekommen. Heftiger Regen führte in vielen Teilen Nordrhein-Westfalens und in Rheinland-Pfalz sowie im Saarland zu Überschwemmungen, Hochwasser und Stromausfällen. In Schuld bei Adenau gelten 30 Menschen als vermisst.
Laut der Polizei kollabierte ein 52 Jahre alter Feuerwehrmann bei einem Einsatz im Bereich des Kraftwerks Werdohl-Elverlingsen. Er sei am Mittwochabend trotz Reanimations- und Hilfsmaßnahmen gestorben. Die Polizei gehe von einem gesundheitlichen Notfall aus.
Zuvor am selben Tag kam ein 46 Jahre alter Feuerwehrmann in Altena im Sauerland bei der Rettung eines Mannes nach dem Starkregen ums Leben. Er wurde von den Wassermassen fortgerissen und ertrank.
Allein im Kreis Trier-Saarburg seien mehr als 1000 Einsatzkräfte in der Nacht zum Donnerstag im Unwettereinsatz gewesen. Im Kreis Vulkaneifel in Rheinland-Pfalz und in der Ortsgemeinde Kordel im Landkreis Trier-Saarburg sollten die Schulen geschlossen bleiben.

Bis zu 30 Vermisste in Schuld

In Schuld bei Adenau in der Eifel sind in der Nacht zum Donnerstag wegen Überflutungen und Dauerregens nach Polizeiangaben sechs Häuser eingestürzt. Weitere 25 drohen einzustürzen.
Etwa 30 Menschen gelten als vermisst. Wie viele Personen genau vermisst würden, sei noch unklar, so ein Sprecher der Polizei in Koblenz. In Altenahr im Kreis Ahrweiler seien Bewohner auf die Dächer ihrer Wohnhäuser geflüchtet.

Drei Landkreise rufen Katastrophenfall aus

Bitburg-Prüm, der Vulkaneifel und der Kreis Ahrweiler haben den Katastrophenfall ausgerufen. Alle Schulen und Kitas in den Kreisen bleiben am Donnerstag geschlossen.

Stromausfälle in zahlreichen Orten

Indes seien wegen Wassereinbruchs in Kordel, Zemmer, Rodt und Daufenbach im Kreis Trier-Saarburg Stromausfälle gemeldet worden. Der Kreis schickt Einsatzkräfte zur Unterstützung. Auch die Bundeswehr sei im Einsatz gewesen, der die ganze Nacht gedauert habe.

Seniorenheim in Kordel evakuiert

In Kordel, im Kreis Trier-Saarburg, seien in der Nacht zum Donnerstag ein Seniorenheim und die nahegelegenen Häuser evakuiert worden. Der Kreis hatte die zweithöchste Alarmstufe ausgerufen.
Auch in Solingen-Unterburg mussten mehrere Häuser sowie ein Tierheim am frühen Donnerstagmorgen aufgrund des Hochwassers evakuiert werden. Der Wasserzufluss bleibe derzeit unvermindert hoch, wie ein Sprecher des Polizeipräsidiums Wuppertal mitteilte. Demnach werde das Wasser momentan von Einsatzkräften der Feuerwehr abgelassen, was sich auf das Stadtgebiet auswirkt. Die Bewohner konnten in Notunterkünften und teilweise bei Bekannten untergebracht werden.
Auch in Wuppertal führten heftige Regenfälle zu einem Anstieg der Wupper und verursachten so überflutete Straßen. Wie ein Sprecher der Polizei am frühen Donnerstagmorgen mitteilte, wurden einige Straßen auf der Talachse entlang der Wupper gesperrt.
Nordrhein-Westfalens Ministerpräsident Armin Laschet (CDU) will am Donnerstag die von Überflutungen besonders betroffene Ruhrgebietsstadt Hagen besuchen.
Laut DWD-Prognosen lassen die Regenfälle am Donnerstag im Westen nach und ziehen vermehrt in den Südwesten und Süden. Allerdings seien die Wassermengen in der Fläche nicht mehr so ausgeprägt, wie sie am Mittwoch im Westen erwartet worden seien. Unwetterartige Starkregenfälle könnten aber lokal nicht ausgeschlossen werden, hieß es.
Das Tief „Bernd“ bestimmt mit feuchtwarmen Luftmassen das Wetter in Deutschland. Dem DWD zufolge bleibt es in den nächsten Tagen wechselhaft mit Schauern und Gewittern, teils mit heftigem Starkregen. Dieser führte bereits am Mittwoch vielerorts zu Alarm: Es kam zu Erdrutschen, Straßen wurden überspült, Keller liefen voll und der Bahn- und Straßenverkehr war gestört.
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