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Gewalt in Südafrika forderte bislang 117 Tote und rund 2200 Festnahmen

© REUTERS / ROGAN WARDFolgen schwerer Ausschreitungen in Durban, Südafrika, 15. Juli 2021
Folgen schwerer Ausschreitungen in Durban, Südafrika, 15. Juli 2021 - SNA, 1920, 15.07.2021
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Bei den seit etwa einer Woche andauernden Ausschreitungen in Südafrika sind Regierungsangaben zufolge bisher 117 Menschen ums Leben gekommen und zahlreiche weitere verletzt worden.
Wie die Ministerin im Präsidialamt, Khumbuzo Ntshaveni, am Donnerstag mitteilte, wurden rund 2200 Bürger festgenommen. Darunter sei auch ein Mann, der Plünderungen angestiftet haben soll. Der Deutschen Presse-Agentur zufolge hatte Präsident Cyril Ramaphosa zudem die Mobilisierung von weiteren 25.000 Soldaten angeordnet, nachdem am Donnerstag bereits 10.000 Mann stationiert worden waren.
Am Mittwoch wurden rund 100 Gewaltakte registriert. Am Donnerstag ging ihre Zahl auf etwa drei Dutzend zurück. Bislang wurden zahlreiche Läden zerstört.

Blutigste Unruhen seit 1994

Medienberichten zufolge geht es um die blutigsten Unruhen seit Beginn der Demokratie 1994. Die meisten Opfer kamen demnach bei Massenpaniken während der Plünderungen um, einzelne starben bei Explosionen von Geldautomaten.
Unruhen in Südafrika nach der Inhaftierung des früheren Präsidenten Jacob Zuma - SNA, 1920, 12.07.2021
Eskalierende Gewalt in Südafrika: Regierung setzt Krisenstab und Militär ein

Lage durch Corona-Krise verschärft

Die Situation wird verschärft durch die Corona-Krise – viele Impfzentren sind wegen der Unruhen geschlossen. Zudem drohen Versorgungsengpässe, weil seit Tagen eine der wichtigsten Verbindungen – die Autobahn N3 von Afrikas bedeutendstem Hafen in Durban nach Johannesburg – gesperrt ist. Die geschätzten Schäden für die zuvor schon angeschlagene Volkswirtschaft des Landes werden mittlerweile auf mehrstellige Millionenbeträge geschätzt.
Auslöser war die Inhaftierung von Ex-Präsident Jacob Zuma, viele Anhänger des 79-Jährigen gingen auf die Straße. Immer stärker rückten aber Wut und Enttäuschung über die soziale Ungleichheit in den Mittelpunkt, die auch 27 Jahre nach Ende der Apartheit immer noch existiert, hieß es.
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