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Maas: China instrumentalisiert Impfstoff-Lieferungen für politische Zwecke

© AP Photo / Virginia MayoBundesaußenminister Heiko Maas
Bundesaußenminister Heiko Maas  - SNA, 1920, 14.07.2021
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Bundesaußenminister Heiko Maas hat China vorgeworfen, Impfstofflieferungen an andere Länder für politische Zwecke zu instrumentalisieren, und Impfstoff-Hersteller außerhalb Russlands und Chinas aufgefordert, ihre Alternative den betroffenen Staaten anzubieten. Darüber berichtet die Nachrichtenagentur AP.
Laut dem deutschen Außenminister waren sowohl Russland als auch China erfolgreich bei der öffentlichen Förderung der Lieferungen ihrer Impfstoffe an andere Länder. Sie hätten aber auch andere Ziele damit verfolgt.
Insbesondere im Fall von China seien die Lieferungen von Impfstoffen auch genutzt worden, um ganz klare politische Forderungen an verschiedene Länder zu stellen, sagte er am Dienstag vor Reportern während einer Reise nach Kalamazoo (US-Bundesstaat Michigan), wo er eine Produktionsstätte von Pfizer besuchte. Konkrete Beispiele führte er nicht an.
Ein solches Verhalten ist seiner Ansicht nach abzulehnen, allerdings sollte man nicht nur Kritik an der derartigen Vorgehensweise üben, sondern auch dafür sorgen, dass die betroffenen Länder Impfstoff-Alternativen haben.
Diese Alternativen seien die zur Verfügung stehenden Impfstoffe, die natürlich in möglichst vielen Ländern und Regionen der Welt zugänglich sein sollten. In diesem Fall würden die Russen und die Chinesen nicht weiter in der Lage sein, ihre Impfstoff-Diplomatie auf diese Weise zu betreiben, die angeblich nur den Zweck habe, den eigenen Einfluss zu vergrößern und nicht unbedingt in erster Linie Menschenleben zu retten, meinte Maas.
Chinesische Beamte hatten zuvor gesagt, Peking liefere an fast 40 afrikanische Länder Corona-Impfstoffe.
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Ende Juni hatte die Nachrichtenagentur AP unter Verweis auf Diplomatenkreise berichtet, China habe angeblich der Ukraine gedroht, Covid-19-Impfstoffe zurückzuhalten, falls Kiew seine Unterstützung für ein Dokument mit der Forderung nach einer stärkeren Kontrolle der Menschenrechte im Uigurischen Autonomen Gebiet Xinjiang nicht zurückzuziehe.
Maas hatte schon vorher die „Impfstoffdiplomatie“ von China und Russland heftig kritisiert. Bei dem G20-Treffen Ende Juni warnte er die beiden Länder davor, die Verteilung von Corona-Impfstoffen für den Ausbau ihres Einflusses in der Welt zu nutzen. Man müsse Staaten wie China und Russland klar machen, „dass wir von deren ‚Impfstoffdiplomatie‘ nichts halten“, äußerte er.
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Anfang Juni hatten die Entwickler des Impfstoffs „Sputnik V“ in ihrem Twitter-Account bekannt gegeben, dass das russische Vakzin bereits in 67 Ländern mit einer Gesamtbevölkerung von über 3,5 Milliarden Menschen zugelassen ist.
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