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George W. Bush würdigt Bundeskanzlerin: Merkel hat „das Beste für Deutschland“ getan

© AFP 2021 / Steffen KuglerDer ehemalige US-Präsident George W. Bush trifft sich mit Angela Merkel in Washington (2008)
Der ehemalige US-Präsident George W. Bush trifft sich mit Angela Merkel in Washington (2008) - SNA, 1920, 14.07.2021
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Jetzt, wo die Ära Angela Merkel allmählich auf ihr Ende zugeht, blicken viele Amtskollegen mit Wärme und gewisser Bewunderung auf die Amtszeit der deutschen Bundeskanzlerin zurück. Auch der ehemalige US-Präsident George W. Bush hat in einem kürzlichen Interview mit der Deutschen Welle mit würdigenden Worten über die Politikerin gesprochen.
Vor dem anstehenden Abschiedsbesuch der deutschen Bundeskanzlerin im Weißen Haus in Washington an diesem Donnerstag gab der amerikanische Ex-Präsident George W. Bush angesichts ihrer sich dem Ende nähernden Amtszeit persönliche Einblicke in seine Beziehung mit Angela Merkel.
In dem Interview des deutschen Auslandssenders nannte Bush die Kanzlerin „eine mitfühlende Führungspersönlichkeit, eine Frau, die keine Angst hat zu führen“. Merkel habe es geschafft, „in einem ziemlich harten politischen Umfeld zu überleben“. Der Ex-Präsident beschrieb die scheidende Bundeskanzlerin zudem als „eine sehr nachdenkliche, freundliche Person“.
Als die frisch gewählte Kanzlerin George W. Bush 2006 zum ersten Mal die Hand schüttelte, war das Verhältnis zwischen Deutschland und den USA vor allem wegen des Irak-Krieges angespannt. Zur relativ raschen Verbesserung der Beziehungen beider Staaten habe auch die Tatsache beigetragen, dass sie sich von Anfang an gut verstanden hätten, so George W. Bush.
„Merkel hat Klasse und Würde in eine sehr wichtige Position gebracht und sehr schwierige Entscheidungen getroffen. Sie hat das getan, was das Beste für Deutschland ist, und sie hat es aus Prinzip getan“, sagte Bush, der von 2001 bis 2009 regierte, der Deutschen Welle.
Bush offenbarte, Angela Merkel wie viele Amerikaner als eine Art personifizierter „American Dream“ wahrzunehmen: Eine Frau, die unter den harten Bedingungen des DDR-Staates aufgewachsen sei und es politisch nach oben in der damals vergleichsweise freien BRD geschafft habe.
Wie der amtierende US-Präsident Joe Biden, kritisierte auch Bush den Bau von Nord Stream 2. Die Pipeline vergrößere die Abhängigkeit Deutschlands von Russland und erschwere die Situation für die Ukraine, so der Ex-US-Präsident.
Das am 1. Februar 2013 aufgenommene Bild zeigt Bundeskanzlerin Angela Merkel (rechts) und den Vizepräsidenten der Vereinigten Staaten, Joe Biden, in der Kanzlei in Berlin.  - SNA, 1920, 12.07.2021
Biden richtet bei Merkel-Besuch Abendessen für die Kanzlerin aus
Am Donnerstag kommt Angela Merkel zum letzten Mal als Bundeskanzlerin zum Abschiedsbesuch nach Washington. Zuvor stehen ein bilaterales Gespräch, ein erweitertes Treffen und eine gemeinsame Pressekonferenz Merkels und Bidens auf dem Programm. Merkel ist die erste europäische Regierungschefin, die von Biden seit dessen Amtsantritt im Januar im Weißen Haus empfangen wird.
Nach fast 16 Jahren an der Spitze der deutschen Regierung tritt Angela Merkel bei der Bundestagswahl Ende September nicht mehr an.
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