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Merkel verspricht: „Es wird keine Impfpflicht geben“ - und wirbt eindringlich für Impfungen

© AFP 2021 / MICHAEL KAPPELERBundeskanzlerin Angela Merkel wird von Bundesgesundheitsminister Jens Spahn und RKI-Chef Lothar Wieler bei einem Besuch am RKI am 13. Juli 2021 begrüsst.
Bundeskanzlerin Angela Merkel wird von Bundesgesundheitsminister Jens Spahn und RKI-Chef Lothar Wieler bei einem Besuch am RKI am 13. Juli 2021 begrüsst.  - SNA, 1920, 13.07.2021
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Bundeskanzlerin Angela Merkel hat am Dienstag nach einem Treffen mit RKI-Chef Lothar Wieler eindringlich für die Immunisierung durch die Corona-Impfungen geworben. Einen Impfzwang hat sie vorerst jedoch abgelehnt.
„Eine Impfung schützt nicht nicht nur Sie, sondern auch jemanden, der Ihnen nahesteht, den Sie lieben“, sagte Merkel auf der Pressekonferenz in Berlin. Je mehr geimpft seien, „desto freier könnten wir wieder leben“. Ihre Bitte an alle: „Sprechen Sie miteinander. Überall, wo Menschen sich kennen und vertrauen, werben Sie für das Impfen.“ Die Pandemie habe gezeigt, dass man aufeinander angewiesen sei und niemand sei für sich allein geschützt.
Zwar gebe es aktuell noch eine niedrige Inzidenz, aber sie steige, sagte Merkel weiter. „Wir müssen uns immer vor Augen führen, dass überall dort, wo viele Fallzahlen auftauchen, neue Mutationen entstehen“. Doch das Impfen wirke. Auch verteidigte Bundeskanzlerin die Inzidenz als ein wichtiger Leitindikator der Pandemie bzw. der Lockerungen. „Die Inzidenz ist natürlich wichtig, denn man wird auch in Zukunft davon ableiten, wie sich die Fallzahlen entwickeln“, so Merkel.

Eine Impfpflicht werde es aber nicht geben, versicherte Merkel zudem. Auch nicht für bestimmte Berufsgruppen, wie Frankreich es gerade beschlossen habe.

Man müsse aber lernen, wie der Impfstoff bezüglich der aggressiven Delta-Variante wirke. Sie wünschte sich nach wie vor eine Impfquote von 85 Prozent unter den 12- bis 59 Jährigen und 90 Prozent bei den über 60-Jährigen. Davon sei man aber noch weit entfernt. Deshalb seien die Hygieneregeln und das Testen weiter nötig. Durch das Impfen könne man aber höhere Inzidenzen bewältigen, damit das Gesundheitssystem nicht überlastet werde.

Impfpflicht in Deutschland?

Nachdem einige europäische Länder wie Frankreich und Griechenland inzwischen eine Pflicht zum Impfen für bestimmte Berufsgruppen eingeführt haben, wurde eine ensprechende Debatte auch in Deutschland ausgelöst. Spahn hatte im „Deutschlandfunk“ am Montag bekanntgegeben, dass „am Sonntag so wenige Menschen in Deutschland geimpft wurden wie zuletzt im Februar.“ Eine Impf-Müdigkeit mache sich in der Bevölkerung breit.
Die Chefin des Ethikrates Alena Buyx hält eine Impfpflicht als Lösung etwa „für nicht nötig“. Der Humangenetiker Wolfram Henn, ebenfalls Mitglied im Deutschen Ethikrat, hatte sich zuvor jedoch für eine Impfpflicht für das Personal in Kitas und Schulen ausgesprochen.
Spahn legte seinerseits auf der Pressekonferenz am Dienstag nach, das Impftempo sei jetzt hoch zu halten. Jeder entscheide mit seiner Impfung, wie sehr Pflegekräfte und Ärzte im Herbst belastet sein werden. Es gebe keine Ausreden mehr. Impfstoff sei genug da, Termine seien leicht zu bekommen. „Nutzen Sie die Gelegenheit und lassen Sie sich impfen“, mehnte Spahn.
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