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Geschlechtsneutralität an Bord: Lufthansa verzichtet auf „Sehr geehrte Damen und Herren“

© AP Photo / Michael ProbstEine Lufthansa-A380 beim Landeanflug in Frankfurt (Archiv)
Eine Lufthansa-A380 beim Landeanflug in Frankfurt (Archiv) - SNA, 1920, 13.07.2021
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Die Lufthansa bewegt sich in Richtung Geschlechtsneutralität: Am Dienstag hat ein Unternehmenssprecher der deutschen Fluggesellschaft laut DPA bestätigt, dass der Konzern auf Begrüßungsformeln wie „sehr geehrte Damen und Herren“ und „Ladies and Gentlemen“ zugunsten der gendergerechten Sprache endgültig verzichte.
Ein Lufthansa-Sprecher betonte am Montag gegenüber der „Bild“-Zeitung, dass es fürs Unternehmen wichtig sei, dass es in seiner Ansprache alle berücksichtigt. Statt „sehr geehrte Damen und Herren“ und „Ladies and Gentlemen“ können demnach ganz unterschiedliche Formulierungen wie „Guten Tag“, „Guten Abend“, „Liebe Gäste“ oder auch einfach „Herzlich willkommen an Bord“ genutzt werden. Die Entscheidung läge jeweils beim Chef oder der Chefin der Kabine.
Die Neuerung gilt nun für alle Airlines des Konzerns einschließlich der Gesellschaften Austrian, Swiss, Eurowings und Brussels Airlines.
Zuvor hatte das Nachrichtenportal Business Insider berichtet, dass der Lufthansa-Konzern zum 1. Juni eine gendergerechte Sprache sowohl in der internen als auch in der externen Kommunikation eingeführt hätte. Der Gleichstellungsbeauftragte der Fluggesellschaft, Timotheus Piechatzek, verriet gegenüber dem Portal, wie es zu dieser Entscheidung gekommen war:
„Vor der Einführung standen die Fragestellungen: Was bedeutet geschlechtergerechte Sprache, wie manifestiert sie sich, mit welchen Zielsetzungen können wir arbeiten?“
Ferner, mit Blick auf die anderen Fluggesellschaften und nach Abwägung aller möglichen Vorteile, habe das Unternehmen die endgültige Entscheidung getroffen, durch gendergerechte Sprache gewohnte geschlechtsspezifische Anredeformeln zu ersetzen.
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Der Gleichstellungsbeauftragte hatte im Interview Flugzeug-Besatzungen ausdrücklich ans Herz gelegt, hauptsächlich neutrale Wörter zu verwenden. Dabei hatte er darauf verwiesen, dass die bei Lufthansa großgeschriebene Diversität auch – und gleichzeitig nicht nur – gendergerechte Sprache miteinbeziehe.
Demnach hatte er bestätigt, er habe bereits viel positives Feedback für die Richtlinienänderung erhalten, räumte jedoch ein, dass es noch „zu früh“ sei, um Bescheid zu sagen, ob Mitarbeiter und Kunden mit der Änderung auf Dauer einverstanden sein werden: Es sei vor allem ein Gewöhnungsprozess.
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