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„Kriege da Zustände“: Trainer-Legende Jupp Heynckes kritisiert Löw und frühes EM-Aus

Joachim Löw - SNA, 1920, 13.07.2021
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Das frühe Ausscheiden der deutschen Fußball-Nationalmannschaft bei der „UEFA Euro 2020“, der diesjährigen Europameisterschaft (EM), soll in der Verantwortung hauptsächlich bei Ex-Bundestrainer Jogi Löw liegen. Das kritisiert der frühere Coach von Real Madrid und Bayern München, Jupp Heynckes: „Löw konnte seinem Team keine Leidenschaft vermitteln“.
„Bekomme Zustände, wenn ich das sehe“. Mit solch drastischen Worten kritisiert Jupp Heynckes – ehemals erfolgreicher Chef-Trainer großer Vereine wie dem FC Bayern München, Real Madrid, Athletic Bilbao oder Borussia Mönchengladbach – die aus seiner Sicht verheerende Fußball-EM der deutschen Nationalmannschaft unter Jogi Löw.
Die DFB-Elf war bereits im Achtelfinale gegen den jetzigen Vize-Europameister England ausgeschieden.
Wie die deutsche Trainer-Legende Heynckes (76) dem Fußball-Magazin „Kicker“ sagte, fehle es dem deutschen Team an „Leidenschaft, Besessenheit und Emotion.“ Auch die „wenig zukunftsfähige Nachwuchsarbeit“ im DFB bekommt ihr Fett weg.
Bei dieser EM seien viele andere Teams, darunter Italien, England, Spanien und Dänemark, exzellent vorbereitet gewesen. „Das habe ich bei der deutschen Mannschaft vermisst“.
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Für eine Integration der reaktivierten Nationalspieler Thomas Müller (Bayern München) und Mats Hummels (Borussia Dortmund) „hätte man mehrere Vorbereitungsspiele zur optimalen Integration gebraucht“, kritisierte Heynckes die fehlende Vorbereitungsarbeit Löws. Auch die Corona-Pandemie sei hierbei keine Ausrede.
Demnach sei Deutschland „zu Recht im Achtelfinale ausgeschieden“, monierte Heynckes, der als Trainer u. a. zweimal die Champions League, den UEFA-Pokal und den Super-Cup Spaniens gewann sowie mehrfach Deutscher Meister und einmal DFB-Pokalsieger wurde. Zudem ist er der erste Trainer einer deutschen Mannschaft, der das große europäische Triple im Männerfußball gewinnen konnte. Sprich: Meisterschaft und Pokal im Heimatland plus europäische Trophäe.
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Er habe in der EM beim Löw-Team „diesen außergewöhnlichen Mannschaftsgeist, der 2014 (beim deutschen WM-Sieg, Anm. d. Red.) in Brasilien herrschte, vermisst. Diesen Zusammenhalt, diese gegenseitige Unterstützung, dass alle mitfieberten“. Außer im Vorrunden-Sieg gegen Portugal habe die deutsche Elf „keine Leidenschaft, Besessenheit und Emotion“ gezeigt.
„So kannst du in einem Turnier nicht erfolgreich sein“, lautet das Fazit des mehrfachen Meistertrainers. Auch die vielen wechselnden System-Entscheidungen Löws beobachte Heynckes mit großer Skepsis: „Ich bekomme Zustände, wenn ich das sehe“.
Für Löw-Nachfolger Hansi Flick, dem früheren Triple-Gewinner beim FC Bayern, hatte Heynckes schließlich noch ein paar aufmunternde Worte parat. „Hansi muss die Kommunikation und die menschliche Komponente fördern. Er muss und wird seinen Charakter einbringen.“
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