Registrierung erfolgreich abgeschlossen!
Klicken Sie bitte den Link aus der E-Mail, die an geschickt wurde

„Werde mich nicht dafür entschuldigen“: Englands Stürmer reagiert auf Attacken nach Fehl-Elfmeter

© REUTERS / ED SYKESWandbild mit Unterstützungsbotschaften für Marcus Rashford bedeckt
Wandbild mit Unterstützungsbotschaften für Marcus Rashford bedeckt - SNA, 1920, 13.07.2021
Abonnieren
Der englische Nationalspieler Marcus Rashford hat sich gegen rassistische Angriffe nach einem verschossenen Elfmeter im EM-Finale gewehrt. Der 23-Jährige wurde neben seinen Teamkollegen Bukayo Saka und Jadon Sancho, die ebenfalls nicht getroffen hatten, im Internet massiv beleidigt.
„Ich kann mir Kritik an meiner Leistung den ganzen Tag lang anhören“, schrieb der junge Mann in den sozialen Netzwerken, „Mein Elfmeter war nicht gut genug, er hätte reingehen sollen, aber ich werde mich niemals dafür entschuldigen, wer ich bin und wo ich herkomme“. Rashford, dessen Wurzeln in der Karibik liegen, wurde in Manchester geboren und ist englischer Staatsbürger.
Nicht nur online wurde Rashford für seinen unglücklichen Elfmeter rassistisch beleidigt. Auch ein Wandgemälde in Withington in der Nähe von Manchester, das Rashford zeigt, wurde zunächst mit Schimpfworten beschmiert. Dies wurde anschließend von vielen Fans mit unterstützenden Botschaften und Herzen überdeckt.
„Die Botschaften, die ich heute erhalten habe, waren geradezu überwältigend, die Antwort in Withington hat mich den Tränen nah gebracht“, schrieb Rashford weiter. Wegen seines Fehlschusses fühle er sich, als habe er seine Teamkollegen im Stich gelassen, und er frage sich seitdem immer wieder, warum er nicht getroffen habe.
Sein Statement schloss er mit den Worten:

Ich bin Marcus Rashford, 23 Jahre alt, schwarzer Mann aus Withington und Wythenshawe, South Manchester. Wenn ich nichts anderes habe, habe ich dies. Für alle freundlichen Nachrichten, danke. Ich werde stärker zurückkommen. Wir werden stärker zurückkommen.

Der Twitter-Account der englischen Nationalmannschaft unterstützte ihn ebenfalls mit einer respektvollen Botschaft: „Inspiriere weiter. Mache weiter einen Unterschied. Wir sind extrem stolz auf dich.“
Mitglieder der englischen Mannschaft Luke Shaw und Kalvin Phillips Englands trösten ihren  Kollegen Bukayo Saka nach dem FEhler  beim Elfmeterschießen - SNA, 1920, 12.07.2021
Online-Beschimpfungen gegen englische Fußballspieler: Fußballverband fordert rechtliche Konsequenzen
Viele englische Promis und Politiker haben die rassistischen Attacken auf die englischen Nationalspieler bereits verurteilt, darunter Premierminister Boris Johnson und Prinz William. Johnson mahnte zu mehr Respekt: „Dieses England-Team verdient es, als Helden verehrt und nicht rassistisch beschimpft zu werden“, twitterte er am Montagmorgen. Die Verantwortlichen für diese entsetzlichen Beschimpfungen sollten sich schämen. Prinz William, der Enkel von Queen Elizabeth II, twitterte ebenfalls, er sei „angewidert von den rassistischen Beschimpfungen, die nach dem Spiel gegen die englischen Spieler gerichtet wurden“.
Der englische Verband FA zeigte sich ebenfalls „angewidert“ vom Rassismus im Netz. Die englische Regierung wurde aufgefordert, endlich die nötigen Strafgesetze gegen die Beleidigungen im Netz zu verabschieden. Auch die UEFA verurteilte das Verhalten und sicherte den Spielern via Twitter Unterstützung zu.
Newsticker
0
Um an der Diskussion teilzunehmen,
loggen Sie sich ein oder registrieren Sie sich
loader
Chats
Заголовок открываемого материала