Registrierung erfolgreich abgeschlossen!
Klicken Sie bitte den Link aus der E-Mail, die an geschickt wurde

RKI: Weniger an Inzidenz orientieren, Hospitalisierung soll als Kriterium stärker gewichtet werden

© CC0 / vitalworks / PixabayKrankenhaus (Symbolbild)
Krankenhaus (Symbolbild) - SNA, 1920, 12.07.2021
Abonnieren
Vor dem Hintergrund der Grundimmunisierung durch Impfung und der schwindenden Aussagekraft der Sieben-Tage-Inzidenz will das Robert Koch-Institut laut einem Medienbericht die Hospitalisierung als Kriterium stärker in den Fokus rücken.
Das Robert Koch-Institut (RKI) will sich künftig bei der Beurteilung der Pandemie nicht mehr so stark an dem Inzidenzwert orientieren. Laut einem Bericht der „Bild“-Zeitung soll als zusätzlicher Indikator die Hospitalisierung betrachtet werden. Als „Konsequenz zunehmender Grundimmunität“ soll die Gewichtung der Indikatoren geändert werden. Wegen der „Abnahme des Anteils schwerer Fälle“ wolle das RKI zudem „stärkeren Fokus auf die Folgen der Infektion“ legen, darunter schwere Erkrankungen mit Hospitalisierung, Todesfälle und langfristige Folgen.
Die Sieben-Tage-Inzidenz ist zuletzt wieder gestiegen und liegt inzwischen bei 6,4.
Die Maßnahmen an die Inzidenz zu koppeln, wurde in den zurückliegenden Monaten schon mehrfach kritisiert. So sagte laut der „Tagesschau“ Gerard Krause, Leiter der Abteilung Epidemiologie am Helmholtz-Zentrum für Infektionsforschung Braunschweig, bereits im April, die Inzidenz sei „schon immer problematisch“ und entkopple sich immer mehr von der eigentlichen gesundheitlichen Lage.
Die neue Position des RKI teilt auch FDP-Generalsekretär Volker Wissing. Im „Frühstart“ bei NTV sagte der Politiker, die Inzidenzen seien zwar ein Hinweis auf die Entwicklung der Pandemie, aber es sei nicht richtig, nur darauf zu schauen. Als weiteren Indikator müsse man die Intensivbetten-Belegung hinzunehmen. „Wir müssen auch darauf achten, wie viele Menschen überhaupt hospitalisiert werden müssen“, so Wissing.
Er gab zu bedenken, dass die Ansteckungsrate mit der neuen Delta-Variante zwar höher sei, aber kein Anstieg der schweren Fälle beobachtet werde. Das müsse beachtet werden.
Einen Impfzwang lehnt Wissing ab. „Grundrechte dürfen nur dann eingeschränkt werden, wenn es notwendig ist, sie einzuschränken. Das kann man aber nicht machen, indem man verdeckte Sanktionen für Nicht-Geimpfte einführt.“ Stattdessen müsse man die Menschen zur Impfung motivieren. „Das Argument sollte in der Demokratie überzeugen und nicht der erhobene Zeigefinger“, so Wissing gegenüber NTV.
Newsticker
0
Um an der Diskussion teilzunehmen,
loggen Sie sich ein oder registrieren Sie sich
loader
Chats
Заголовок открываемого материала