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Mord an Haitis Präsident: Mutmaßlicher Drahtzieher in Gewahrsam genommen

© REUTERS / Ricardo Arduengo Polizisten bewachen den Eingang des Hauses, in dem Präsident Jovenel Moise ermordet wurde
Polizisten bewachen den Eingang des Hauses, in dem Präsident Jovenel Moise ermordet wurde - SNA, 1920, 12.07.2021
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Die jüngsten polizeilichen Ermittlungen werfen ein neues Licht auf den Mord an Haitis Präsident Jovenel Moïse: Nach dem sich in der letzten Woche ereigneten Attentat ist in den USA ein weiterer mutmaßlicher Hintermann verhaftet worden. Dabei handelt es sich um einen haitianischen Arzt, der der Nationalpolizei zufolge politische Ziele verfolgte.
Der Tatverdächtige werde beschuldigt, die kolumbianischen Söldner über eine venezolanische private Sicherheitsfirma mit Sitz in Florida angeheuert zu haben, geht aus den Polizeiangaben hervor. Zunächst, um ihn selbst zu schützen. Weitere Details zu seiner Person wurden bisher nicht bekanntgegeben.
Er sei der Erste gewesen, den die Hintermänner nach dem Attentat angerufen hätten.
Der Arzt ist den Angaben zufolge der dritte US-Bewohner haitianischer Herkunft, und der 21. Mann insgesamt, der als Tatverdächtiger festgenommen wurde. Bei den übrigen 18 handelte es sich um Kolumbianer.
Insgesamt waren der Polizei zufolge 26 kolumbianische Söldner, die sich als Agenten der US-Anti-Drogenbehörde DEA ausgaben, an dem Mord beteiligt. Drei von ihnen wurden getötet, nach den übrigen fünf wird noch gefahndet.
Der haitianische Präsident Jovenel Moïse und seine Frau Martine (Archivfoto) - SNA, 1920, 10.07.2021
Erster Kommentar von Frau des getöteten Präsidenten von Haiti
Der 53 Jahre alte Staatschef Moïse war in seiner Residenz in der Nacht zum Mittwoch überfallen und tödlich verletzt worden. Seine Ehefrau, Martine, war schwerverletzt zur Behandlung nach Florida gebracht worden.
Es entbrannte ein Machtkampf in dem armen Karibikstaat. Zwei Männer erklärten sich jeweils zum Interims-Premierminister, woraufhin der Senat seinen Präsidenten zum Interims-Staatschef wählte. Das Parlament ist allerdings seit Anfang vergangenen Jahres beschlussunfähig.
Die Ermordung des 53-jährigen Präsidenten hat die politische Krise in dem verarmten karibischen Land vertieft.
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