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Online-Beschimpfungen gegen englische Fußballspieler: Fußballverband fordert rechtliche Konsequenzen

© REUTERS / CARL RECINEMitglieder der englischen Mannschaft Luke Shaw und Kalvin Phillips Englands trösten ihren Kollegen Bukayo Saka nach dem FEhler beim Elfmeterschießen
Mitglieder der englischen Mannschaft Luke Shaw und Kalvin Phillips Englands trösten ihren  Kollegen Bukayo Saka nach dem FEhler  beim Elfmeterschießen - SNA, 1920, 12.07.2021
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Der englische Fußballverband FA hat die rassistischen Beleidigungen gegen einige Spieler verurteilt, die nach Englands Niederlage im EM-Finale im Netz kursiert waren, und die Regierung aufgefordert, rechtliche Konsequenzen für die Verfasser der Hasskommentare zu beschließen.
Die rassistischen Angriffe im Netz richteten sich gegen die Spieler des englischen Teams Marcus Rashford, Bukayo Saka und Jadon Sancho, deren Elfmeter beim EM-Finale am Sonntag vom italienischen Torwart Gianluigi Donnarumma abgewehrt worden waren.
In einer Erklärung, die am Montag veröffentlicht wurde, verurteilte die FA alle Formen der Diskriminierung aufs Schärfste und brachte ihre Unterstützung für die betroffenen Spieler zum Ausdruck. Der englische Fußballverband sei „schockiert über den Online-Rassismus, der sich in den sozialen Medien gegen einige unserer englischen Spieler richtet“, hieß es. Jeder, der „hinter solch ekelhaftem Verhalten“ stecke, sei nicht willkommen, dem Team zu folgen. „Wir werden unser Bestes tun, um die betroffenen Spieler zu unterstützen und gleichzeitig die härtesten Strafen für alle Verantwortlichen zu fordern.“
Die Football Association werde weiterhin alles tun, um die Diskriminierung aus dem Spiel zu verbannen, beschwöre aber die Regierung außerdem, „schnell zu handeln und die entsprechenden Gesetze einzuführen, damit dieser Missbrauch Konsequenzen für das wirkliche Leben hat“. Zudem forderte die FA die sozialen Netzwerke auf, die Missbrauchstäter zu identifizieren und von ihren Plattformen zu verbannen.
Englands Nationalteam erklärte in seinem Twitter-Account, darüber empört zu sein, dass einige Mitglieder, die „alles für die Mannschaft in diesem Sommer gegeben haben“, nach dem Finalspiel online diskriminiert worden seien.
Zuvor gab die Londoner Polizei ihre Absicht bekannt, eine Reihe von beleidigenden und rassistischen Kommentaren in den sozialen Netzwerken zu untersuchen, die sich nach dem Finale der Euro 2020 gegen Fußballspieler gerichtet hatten.
Der britische Premierminister, Boris Johnson, mahnte zu mehr Respekt: „Dieses England-Team verdient es, als Helden verehrt und nicht rassistisch beschimpft zu werden“, twitterte er am Montagmorgen. Die Verantwortlichen für diese entsetzlichen Beschimpfungen sollten sich schämen.
Der Londoner Bürgermeister Sadiq Khan betonte, es sollte sowohl im Fußball als auch anderswo „keinen Platz für Rassismus“ geben. Die Menschen, die für den „ekelhaften Online-Missbrauch” verantwortlich seien, müssten zur Rechenschaft gezogen werden, sagte er und forderte die Sozialmedien auf, sofort zu handeln, „um diesen Hass zu beseitigen und zu verhindern”. Die betroffenen Fußballspieler bezeichnete er als „drei Löwen”.
Zahlreiche Nutzer unterstützten ebenfalls die beschimpften Spieler.
Sancho und Rashford waren von Trainer Gareth Southgate erst kurz vor dem Ende der Verlängerung eingewechselt worden. Daran gab es nach Angaben der Deutschen Presse-Agentur auch von TV-Experten aus Deutschland Kritik. Die Nationalmannschaft Englands war vor jedem Spiel bei der EM in die Knie gegangen, um gegen Rassismus und Diskriminierung zu protestieren.
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