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Acht praktische Tipps gegen Flugangst

© CC0 / Pixabay / Jeshoots-comFlughafen (Symbolbild)
Flughafen (Symbolbild) - SNA, 1920, 12.07.2021
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Die einen haben Höhenangst, die anderen fürchten sich vor engen Räumen oder möglichen Gewittern und Turbulenzen. In Deutschland hat rund jeder Fünfte Flugangst und das abgesehen davon, dass das Flugzeug heute das sicherste Transportmittel ist. Wir haben nach praktischen Tipps gesucht, die Ihnen die Reise angenehmer machen können.
Wegen Flugangst entgehen den Unternehmen jedes Jahr Einnahmen in Höhe von 220 Milliarden Euro, schreibt das Portal „Flugangst-Experte“. Fast jeder siebte Mensch ist aus Angst niemals geflogen, erläutern die Statistiken. Auch Vielflieger haben Flugangst. Wir haben zum Tag der Flugbegleiter, der in manchen Ländern am 12. Juli begangen wird, Lifehacks von Flugpersonal und anderen Experten gesammelt.

1. Statistik berücksichtigen

Das Flugzeug ist eines der sichersten Transportmittel. Davon zeugen die Statistiken. Laut dem Statistischen Bundesamt ist das Auto mit Abstand das gefährlichste Verkehrsmittel. In Deutschland sind mit dem Pkw im Jahr 2019 insgesamt 3046 Menschen verunglückt. 136 Tote gab es bei Reisen mit der Bahn. Am sichersten war das Flugzeug, dabei kam niemand ums Leben, folgt aus den Daten des Portals „Eurostat“.
Eine Studie zur Flugsicherheit („Allianz Global Aviation Safety“), die die Allianz-Versicherungsgruppe durchgeführt hat, zeigt, dass der Luftraum in den letzten 60 Jahren wesentlich sicherer geworden ist. Demnach ist heute die Wahrscheinlichkeit, an einem Blitzschlag zu sterben (1 zu 10,5 Millionen) höher, als in den USA und Europa bei einem Flugzeugabsturz ums Leben zu kommen (1 zu 29 Millionen) – und das, obwohl der Sektor stark gewachsen ist. Während es 1960 nur 106 Millionen Flugpassagiere waren, wurden im Jahr 2019 laut der Weltbank bereits knapp 4,4 Milliarden gezählt.

2. Finden Sie heraus, wie das Flugzeug funktioniert

Versuchen Sie, so viel wie möglich über Flugzeuge zu lernen. So erfahren Sie zum Beispiel, dass alle Verkehrsflugzeuge mit mindestens zwei Triebwerken ausgestattet und ihre lebenswichtigen Systeme dupliziert sind. Tritt ein Fehler auf, so kommt ein Ersatzsystem zum Einsatz. Darüber hinaus durchläuft jede Maschine viele Tests und eine gründliche Flugvorbereitung. Turbulenzen können mit Unebenheiten auf einer Autobahn verglichen werden. Es ist ganz normal, diese zu verspüren und es gibt keinen Grund für Panik. Denn jedes Flugzeug ist darauf ausgelegt, solchen Belastungen standzuhalten.

3. Kein Stress vor dem Stress

Wenn Sie frühzeitig an Ihrem Flughafen ankommen, ersparen Sie sich weitere Gründe, unruhig zu werden. Also kein Stress vor dem Stress.

4. Gründe für Flugangst kennen

Nahezu 40 Prozent aller Betroffenen geben als Ursache für ihre Flugangst Kontrollverlust an, teilt das Portal „Ratgeberzentrale“ unter Verweis auf wissenschaftliche Untersuchungen mit. 34 Prozent der Personen befürchten demnach, dass das Flugzeug abstürzen könnte. Rund jeder Achte (dreizehn Prozent) empfindet bereits Angstzustände bei dem Gedanken, sich in großer Höhe aufzuhalten oder scheinbar haltlos im Raum zu schweben, hieß es. Wie andere phobische Störungen könne auch die Flugangst durch die Eliminierung von Spannungszuständen beseitigt werden. Dazu gehören die kognitive Therapie, autogenes Training und progressive Muskelentspannung, so die Experten.
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5. Den richtigen Sitzplatz wählen

Versuchen Sie herauszufinden, was Ihnen am meisten Angst macht. Wer Höhenangst hat, sollte keinen Sitzplatz neben dem Fenster wählen. Wer unter Klaustrophobie leidet, sollte am besten entweder am Gang oder am Notausgang sitzen. Denn dann kann man sich relativ frei im Flugzeug bewegen, ohne dabei den Nachbarn ständig zu stören. Außerdem gibt es dort viel Platz, um die Beine auszustrecken. Turbulenzen sind im Heckbereich der Maschine stärker spürbar. Laut den Lifehacks von Flugbegleitern sind die Sitzplätze in der Mitte eines Fluggastraums bequemer, denn in diesem Bereich befindet sich der Schwerpunkt des Flugzeugs, sodass Vibrationen dort weniger spürbar sind. Dabei muss man jedoch darauf vorbereitet sein, dass es dort ziemlich laut ist und die Flügel der Maschine die Sicht aus dem Fenster verdecken. Die beste Option sind die ersten Reihen nach der Business Class. Einen passenden Sitzplatz können Sie beim Online-Check-in auswählen, der in der Regel 24 Stunden vor Abflug öffnet, oder direkt beim Check-In am Schalter im Flughafen. Es sei denn, dass die bequemeren Plätze bereits ausgebucht sind – von denjenigen, die das online gemacht haben.

6. Das passende Outfit wählen

Im Flugzeug ist es besser, auf enge Kleidung wie enge Pullis oder Jeans zu verzichten. Dies gilt insbesondere für längere Flugreisen. Flugbegleiter und erfahrene Passagiere empfehlen, lockere Kleidung aus natürlichen Stoffen zu wählen. Dies wird Ihnen helfen, zu entspannen und jede bequeme Position einzunehmen. Elastischer Strick oder Baumwolle sind perfekt für den Flug: Diese Stoffe schränken die Bewegung nicht ein und knittern praktisch nicht.

7. Kein Platz für „Boeing belly“ lassen

Kohlensäurehaltige Getränke sollte man während des Fluges lieber vermeiden, empfiehlt das Portal „Flugangst-Experte“. Die unschönen Auswirkungen eines solchen Getränks oben in der Luft wird von den Flugbegleitern „Boeing belly“ (deutsch: Boeing Bauch) genannt. Die Sache ist die, dass wir über den Wolken ohnehin sehr viel mehr an Blähungen als unten auf dem Boden leiden. Das liege am verringerten Luftdruck. Ab etwa 3500 Metern Höhe sammeln sich Gase im Darm, heißt es. Je höher das Flugzeug steige, desto stärker werde das Bedürfnis, Luft abzulassen. Bierchen, Cola, oder andere Getränke mit Kohlensäure lösen bei vielen Menschen Blähungen aus. So einen Grund zur Beunruhigung – diesmal wegen der Revolution im Darm – will wohl keiner haben.
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8. Unterhaltung herunterladen

Wenn Sie ein interessantes Buch gekauft oder neue Folgen Ihrer Lieblingsserie auf das Tablet gespielt haben, dann warten Sie lieber Ihren bevorstehenden Flug ab. Diese lenken Sie ab und helfen beim Zeitvertreib. Lieblingsmusik, ein paar neue Magazine, spannende Spiele auf dem Smartphone – all dies ermöglicht es, sich von unangenehmen Gedanken im Himmel abzulenken.

Deutsche und Flugangst

Jeder dritte Deutsche (32,2 Prozent) hat keine Angst vor dem Fliegen, erläutert das Portal „Statista“. Ungefähr jeder Vierte (27,4 Prozent) werde nur in Ausnahmesituationen unruhig. Jeder Fünfte (20,5 Prozent) ist noch nie geflogen, hätte aber keine Angst. Fast ein Fünftel (19,9 Prozent) der Bevölkerung in Deutschland hat demnach Flugangst: 8,7 Prozent seien aus diesem Grund noch nie geflogen, 8,2 Prozent fühlten sich im Flugzeug unsicher und nervös, drei Prozent hätten große Flugangst.
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