Registrierung erfolgreich abgeschlossen!
Klicken Sie bitte den Link aus der E-Mail, die an geschickt wurde

EU beschließt Ausbildungsmission in Mosambik

© CC0 / pixel2013 / PixabayFlagge der Europäischen Union
Flagge der Europäischen Union - SNA, 1920, 12.07.2021
Abonnieren
Laut einer Mitteilung des Europäischen Rats vom Montag will die EU ihre Ausbildungsmission EUTM im afrikanischen Mosambik starten. Ziel sei es, die mosambikanischen Streitkräfte auszubilden und sie dabei zu unterstützen, die Zivilbevölkerung zu beschützen und Sicherheit in der Provinz Cabo Delgado herzustellen.
Vorangegangen war ein Ersuchen der mosambikanischen Regierung, das Engagement der EU zu verstärken.
Das Mandat für die Mission beträgt zunächst zwei Jahre, angeführt werden soll sie von Portugal. Auch die Soldaten sollen hauptsächlich von Portugal gestellt werden. Wie die Deutsche Presse-Agentur berichtet, will sich Deutschland bis auf Weiteres nicht an dem Einsatz beteiligen.
Seit 2017 verüben islamistische Rebellen im Norden Mosambiks brutale Angriffe. Laut der EU gibt es über 700.000 Binnenvertriebene. In Cabo Delgado und den Nachbarprovinzen sollen derzeit mindestens 1,3 Millionen Menschen auf humanitäre Hilfe und Schutz angewiesen sein.
Ob die EU-Ausbildungsmissionen und militärische Interventionen in Kriegs- und Krisengebieten tatsächlich etwas bringen, wird von Beobachtern infrage gestellt. So habe man nach 20 Jahren in Afghanistan einsehen müssen, dass die Nato-Präsenz dort keine nennenswerten Erfolge erzielt habe und ein äußerst instabiles Land hinterlasse, sagte Oberstleutnant a.D. der Luftwaffe, Jürgen Rose, gegenüber SNA. Auch in Mali falle die Bilanz nach acht Jahren des europäischen Engagements dürftig aus.
„Was gelungen ist, unbenommen: Man hat eine damals auf etwas dubiose Art und Weise ins Amt gekommene Regierung, die unmittelbar von einem Umsturz durch Tuareg und Islamisten bedroht war, gerettet und im Amt gehalten. Und dann sagte man: Wir machen jetzt Nation Building, also demokratischen Staatsaufbau von außen. Diese Unternehmungen sind in der Vergangenheit nahezu allesamt gescheitert. Danach sieht es in Mali zurzeit auch aus“, so Rose.
Der Experte verweist zudem auf die Interessen der einzelnen ausländischen Akteure vor Ort. Als ehemalige Kolonialmacht habe Frankreich vor allem ökonomische Interessen in der Sahelzone. Das treffe beispielsweise auf Mali zu. Aber auch in Mosambik ist der französische Energiekonzern „Total“ an einem milliardenschweren Flüssiggasprojekt beteiligt.
Newsticker
0
Um an der Diskussion teilzunehmen,
loggen Sie sich ein oder registrieren Sie sich
loader
Chats
Заголовок открываемого материала