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16 Prozent in einer Woche: Containerchaos auf Weltmeeren lässt Preise in die Höhe schießen

© CC0 / ValdasMiskinis / PixabayVersandbehälter (Symbolbild)
Versandbehälter (Symbolbild) - SNA, 1920, 12.07.2021
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Die Containerpreise steigen rasant an, bereiten Einzelhändlern Probleme und bescheren Kunden bald wahrscheinlich deutlich höhere Preise. Zu den Hintergründen zählen ein ansteigender Konsum in den USA, Staus und Corona-Ausbrüche in Häfen sowie Unwetter.
Die Preise dürften steigen wegen der Lieferengpässe im Frachtverkehr steigen. Das legt ein Bericht des Handelsblatts nahe. Container sind gegenwärtig Mangelware und deshalb ist es etwa für den Textildiscounter Kick schwierig, genug Frachtraum auf Schiffen zu buchen. Wegen dieser Knappheit dürften laut Kik-Chef Patrick Zahn die Preise für die angebotenen Artikel steigen – eine Prognose, die auch Raoul Roßmann, Chef der Drogeriekette Rossmann, teilt.
Die Ursache dahinter ist ein stockender globaler Frachtverkehr auf See. In den Häfen stauen sich die Containerschiffe, in Seattle etwa sollen die Stellplätze zu 120 Prozent belegt sein und Schiffe acht bis zehn Tage warten müssen. Das Kieler Institut geht davon aus, dass aktuell global fünf Prozent der Containerschiffe von solchen gestörten Betriebsabläufen betroffen sind.
Dieses Stocken wiederum wird teils auf einen erhöhten Konsum in den USA zurückgeführt, wo die Einzelhandelsumsätze im Mai im Vergleich zum Vorjahr um 28,1 Prozent gestiegen sein sollen und im Fall von Kleidern und Accessoires sogar um 198,7 Prozent. Daneben hat auch ein Corona-Ausbruch im südchinesischem Hafen Yantian – dem viertgrößten der Welt – für Ausfälle und Verzögerungen gesorgt. Schließlich werden als Gründe außerdem die Nachwirkungen der Havarie im Suez-Kanal sowie Streiks in kolumbianischen Häfen und Unwetter angeführt.
Versandbehälter (Symbolbild) - SNA, 1920, 05.07.2021
Institut für Wirtschaft: Weiter Stau im Container-Schiffsverkehr in China
Innerhalb einer Woche seien die Preise für Frachkapazitäten laut Handelsblatt um fast 16 Prozent angestiegen und innerhalb eines Jahres hätten sie sich sogar vervierfacht. Laut dem Kik-Chef soll in dieser Situation teilweise die Ware nicht mitgenommen werden, weil ein anderer Kunde mehr biete – trotz bereits stehender Vereinbarung.
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