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Über eine Million Deutsche arbeiten im Rentenalter

© CC0 / congerdesign/pixabayEine alte Frau sitzend mit ihren Händen auf den Knien (Symbolbild)
Eine alte Frau sitzend mit ihren Händen auf den Knien (Symbolbild) - SNA, 1920, 11.07.2021
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Nach offiziellen Angaben hat es im vergangenen Jahr hierzulande mehr als eine Million Beschäftigte unter den Menschen ab 67 Jahre gegeben. Darüber informiert die Deutsche Presse-Agentur (DPA) am Sonntag.
Zwei Monate vor der Bundestagswahl greifen die Linken ihr Stammthema Altersarmut auf: Auf Anfrage des Linksfraktionschefs Dietmar Bartsch musste die Bundesregierung die aktuelle Statistik zur Beschäftigung der Senioren in Deutschland erstellen. Demnach wurden im Jahr 2020 1,04 Millionen Beschäftigte im Alter ab 67 oder älter verzeichnet. Etwa 600.000 davon hatten noch im Alter ab 70 einen regelmäßigen Job, fast 220.000 Beschäftigte waren über 75 Jahre alt, und weitere 72.000 sogar über 80.
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Laut der Bundesregierung kombinierten im letzten Jahr ungefähr 800.000 Senioren ihre Rente mit einem Minijob, nicht zuletzt weil man sich in diesem Fall nicht sozialversichern und die zusätzlichen Einnahmen nicht versteuern muss. Viele arbeiten in Bereichen Gebäudetechnik, Lagerwirtschaft und Zustellung oder in einem Büro, als Putzkraft oder Fahrer. „Natürlich gibt es Beschäftigte, die freiwillig bis ins hohe Alter arbeiten, aber bei vielen ist es die schiere finanzielle Not, etwas hinzuverdienen zu müssen“, kommentierte Bartsch die Erkenntnisse gegenüber der DPA. Sollten Menschen, die über 70, 75, 80 oder gar über 85 Jahre alt seien, noch arbeiten müssen, so sei das seines Erachtens ein „Trauerspiel“.

Altersarmut in Deutschland

Immer mehr Deutsche arbeiten im Rentenalter. Laut dem Statistischen Bundesamt waren etwa acht Prozent der Menschen im Alter ab 65 im Jahr 2019 erwerbstätig, wobei es vor zehn Jahren nur etwa vier Prozent waren. Laut einer aktuellen Studie von YouGov rechnen im Durchschnitt 38 Prozent der Deutschen damit, im Rentenalter Abstriche machen zu müssen. In der Altersgruppe über 55 Jahre nahmen nur 18 Prozent der Befragten an, auch nach Renteneintritt weiter arbeiten zu müssen, um über die Runden zu kommen. Generell glauben 23 Prozent der Deutschen, ihren aktuellen Lebensstandard im Ruhestand halten zu können. Die Skepsis nimmt aber mit dem Alter ab: in der Altersgruppe von 18 bis 24 Jahren stimmten 16 Prozent der Befragten der Aussage zu, während es unter den Menschen über 55 Jahre bereits 29 Prozent waren.
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Pandemieeinfluss?

Laut YouGov hatte die Pandemie bislang keine Auswirkungen auf die Rentenplanung der Deutschen. 84 Prozent der Befragten gaben zu, Corona habe sie sich nicht um ihre Altersvorsorge intensiver kümmern lassen. 42 Prozent der Menschen fanden es eher sehr unwahrscheinlich, dass die Pandemie ihre Altersvorsorge überhaupt beeinflussen würde.
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