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Litauen baut Zaun an belarussischer Grenze – Weißrussland hat nichts dagegen

© SNA / Waleri ScharifulinAlexander Lukaschenko (Archivfoto)
Alexander Lukaschenko (Archivfoto) - SNA, 1920, 10.07.2021
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Litauen will sich vor einem erhöhten Migrationsdruck aus Weißrussland mit einem Drahtzaun wehren. Nach Angaben des belarussischen Außenministers hat Minsk diesbezüglich keine Einwände.
„Um Gottes willen, lasst ihn bauen (den Zaun - Anm. d. Red.). In diesem Fall ist bereits ... alles gesagt“, sagte Außenminister Wladimir Makej in einem Interview am Samstag.
Aus seiner Sicht sollten die an Weißrussland angrenzenden EU-Staaten in diesem Fall nicht beleidigt sein, dass Migranten zu ihnen geeilt seien, da die Gelder, die Minsk zuvor für einen verbesserten Grenzschutz bereitgestellt habe, an die Bedürfnisse der Weißrussen übertragen würden.
„Niemand wird den Westen auf eigene Kosten gegen Missgeschick verteidigen“, betonte der Chef des Außenministeriums.

Zaun gegen Flüchtlingszustrom

Die Nachbarländer von Belarus - Litauen und Polen - melden derzeit einen erhöhten Zustrom illegaler Migranten. Laut BNS sprach der litauische Grenzschutz am Freitag von mehr als 1500 illegalen Geflüchteten, was 22 Mal so viel wie im gesamten Jahr 2020 sind. Um die Situation zu stabilisieren, fangen die litauischen Soldaten nun mit dem Bau eines Zauns bei dem Kurort Druskininkai in der Nähe des Dreiländerecks zu Belarus und Polen an. BNS zufolge soll die Länge dieses Grenzabschnitts etwa 30 Kilometer betragen. Vilnius wollte zudem Gesetzesänderungen am Freitag besprechen, um das Prüfverfahren zu beschleunigen. Die Regierung hat bereits den Notstand erklärt.
Seit letzter Woche unterstützt die EU-Grenzagentur Frontex Litauen an seinen Grenzen zu Weißrussland. Für Montag wurde in Litauen auch der nationale Sicherheitsrat des baltischen EU- und Nato-Landes einberufen.
Alexander Lukaschenko (Archivfoto) - SNA, 1920, 06.07.2021
Weißrussland „kein Auffangbecken“ – Lukaschenko will Migranten ins „gemütliche Europa“ ziehen lassen
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