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Haiti beantragt nach Mord an Präsident Hilfe von US-Militär – Washington lehnt Bitte ab

CC BY 2.0 / James Emery / Police TruckPolizeiauto in Haiti (Archiv)
Polizeiauto in Haiti (Archiv) - SNA, 1920, 10.07.2021
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Die USA haben laut der Nachrichtenagentur Reuters Haitis Anfrage nach militärischer Unterstützung abgelehnt, jedoch Unterstützung bei der Ermittlung des Mordanschlags auf den haitianischen Präsidenten Jovenel Moïse versprochen.
Nach dem Attentat am Mittwochmorgen forderte der Karibikstaat demzufolge UN- und US-Truppen an, um strategisch wichtige Orte sichern zu können. Wie der für Wahlangelegenheiten zuständige Minister Mathias Pierre gegenüber Reuters bekanntgab, glaube die Regierung, dass die Infrastruktur des Landes – Häfen, Flughäfen und Stromversorgung – ein Angriffsziel sein könnten.
Washington habe jedoch am Freitag eine militärische Unterstützung abgelehnt, meldet die Nachrichtenagentur. US-Behörden sollen hingegen bei den Ermittlungen helfen, teilte die Sprecherin des Weißen Hauses, Jen Psaki, am Freitag mit.

„Als Antwort auf die Bitten der haitischen Regierung nach Unterstützung bei der Ermittlung und im Sicherheitsbereich werden wir so bald wie möglich hochrangige Beamte des FBI und des DHS (Heimatschutzministerium – Anm. d. Red.) nach Port-au-Prince schicken“, ist dem Statement auf der offiziellen Webseite der US-Administration zu entnehmen.

Der Präsident von Haiti Jovenel Moïse (Archivbild) - SNA, 1920, 09.07.2021
Mögliche US-Verbindungen zur Tötung des Präsidenten von Haiti ermittelt – Bericht
Der Sprecher der politischen Mission der Uno in Haiti, Jose Luis Diaz, sagte Reuters, Haitis Brief mit der Hilfebitte sei eingegangen und werde betrachtet. Über eine Truppenentsendung müsse in allen Fällen im UN-Sicherheitsrat entschieden werden.

Mord an Haitis Präsident

Jovenel Moïse wurde bei einer Attacke auf seine Residenz in der Nacht zum Mittwoch tödlich verletzt. Die ebenfalls verletzte Ehefrau des Präsidenten, Martine Moïse, befindet sich in einem stabilen Zustand und wird in einem Krankenhaus im US-Bundesstaat Florida behandelt.
Nach dem Mord an dem Präsidenten hatte der Ministerrat mit dem Ministerpräsidenten an der Spitze die Leitung des Landes übernommen. In Haiti ist der Ausnahmezustand verhängt worden.
An Moïses Ermordung war eine Gruppe von 28 Menschen beteiligt gewesen, darunter sollen auch ehemalige Militärs sein, meldet Reuters unter Verweis auf die örtliche Polizei.
Französische Soldaten, Teilnehmer an der Operation Barkhane gegen die Terroristen. Militärstützpunkt Gao, Mali, 9. Juni 2021 - SNA, 1920, 09.07.2021
Ist Mali die Knochen eines Bundeswehrsoldaten wert?
26 der Tatverdächtigen sind demnach kolumbianische Staatsbürger und zwei sind US-Amerikaner haitianischer Herkunft.
Verhaftet wurden 17 Männer, darunter die zwei US-Staatsbürger. Drei weitere mutmaßliche Täter wurden im Laufe des Polizeieinsatzes liquidiert. Acht Personen sind nach Polizeiangaben auf der Flucht.
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