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Baerbocks Kandidatur ersetzen? Habeck lehnt Spekulationen ab – und greift CDU an

© AP Photo / Michael SohnDer Grünen-Vorsitzende Robert Habeck (Archivbild)
Der Grünen-Vorsitzende Robert Habeck (Archivbild) - SNA, 1920, 10.07.2021
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Der Grünen-Vorsitzende Robert Habeck hat in einem Gespräch mit der „Süddeutschen Zeitung“ am Samstag Spekulationen zurückgewiesen, er könnte Annalena Baerbock als Kanzlerkandidat ersetzen.
„Das ist Kokolores“, sagte der Politiker. Nach seinen Worten wählte die Partei Baerbock mit nahezu 100 Prozent zur Kanzlerkandidatin. „Jetzt geht es darum, aus diesem Vertrauensvorschuss, den sie von der Partei bekommen hat, das Beste zu machen“, so Habeck. Die letzten Wochen waren zwar „kein Glanzstück", meinte Habeck in Bezug auf Baerbocks Pannen, wie etwa die nicht angemeldeten Weihnachtsgelder, Merkwürdigkeiten beim Lebenslauf oder Plagiatsvorwürfe beim eigenen Buch. Aber er geht davon aus, dass die Grünen zwei Monate vor der Bundestagswahl klar machen können, dass „Vertrauen in die richtige Politik die Abstimmung bestimmen sollte“. Er sehe deshalb „noch große Chancen, dieses kostbare Gut Vertrauen zu erwerben“.
Grünen-Vorsitzende und Kanzlerkandidatin Annalena Baerbock  - SNA, 1920, 05.07.2021
Baerbock bleibt trotz „aufgebauschter“ Kritik Kanzlerkandidatin – Grünen-Geschäftsführer
Dafür brauche man keinen Neustart in den Wahlkampf, findet Habeck. Sondern man müsse „zu den Dingen zurückkehren, die uns in die Situation gebracht haben, überhaupt erst eine Kanzlerkandidatin zu benennen“. Hierbei attackiert der Politiker die Rivalen aus der Union wegen ihrer „Untätigkeit“ und „falscher Versprechen“, unter anderem in Bezug auf ihre Wohnungs-, Klimaschutz- und Arbeitspolitik sowie Modernisierungsansprüche. Wenn Armin Laschet ein Modernisierungsjahrzehnt verspreche, dann frage Habeck sich, wer eigentlich die letzten 15 Jahre regiert habe.
„Das ist die Verhohnepiepelung der Wählerinnen und Wähler“, resümiert der Grünen-Vorsitzende.
Auf die persönlichen Angriffe gegen Baerbock will Habeck weiter mit einem „verbindlichen Ton“ reagieren. „Der wahre Angriff auf diejenigen, die hart zuschlagen, ist ja nicht, genauso hart zurückzuschlagen, sondern ihre Schläge ins Leere laufen zu lassen, den Kampfplatz zu ändern, eine andere Debatte zu führen“, betonte er. Sich jetzt in die alten Schützengräben zu begeben, sei falsch, meint Habeck. Im Wahlkampf sollte man laut dem Politiker auf die klare Definition eigener Ziele setzen, aber auch auf eine „werbende Sprache“ und eine „einladende Kommunikation“, die nicht besserwisserisch daherkomme.
„Wir sagen ja nicht, dass wir jede Antwort gefunden haben. Aber wir haben Antworten“, so Habeck.
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