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Hackerangriff legt Landkreis in Sachsen-Anhalt lahm – Erstmals Cyber-Katastrophenfall in Deutschland

© AP Photo / Wilfredo LeeHackerangriff (symbolbild)
Hackerangriff (symbolbild) - SNA, 1920, 10.07.2021
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Der Landkreis Anhalt-Bitterfeld hat eigenen Angaben zufolge nach einem Hackerangriff einen Katastrophenfall festgestellt.
Unter Leitung des Landrates und seines Stabes werde mit allen zuständigen Behörden die Zusammenarbeit koordiniert, Abwehrmaßnahmen würden zusammengefasst, gab der sachsen-anhaltische Landkreis mit rund 157.000 Einwohnern auf seiner offiziellen Webseite am Freitag bekannt.
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Kriminelle hätten das Computersystem am 6. Juli attackiert, meldet die Nachrichtenagentur Reuters unter Verweis auf den Landkreis. Die Verwaltung von Anhalt-Bitterfeld werde daraufhin fast zwei Wochen lang ihre Arbeit weitgehend einstellen müssen. Der Katastrophenfall sei ausgerufen worden, um schneller reagieren zu können.
„Wir sind praktisch vollkommen lahmgelegt – und das wird auch in der kommenden Woche so sein“, sagte ein Sprecher am Samstag Reuters zufolge.
Der Landkreis kann deshalb etwa keine Sozial- und Unterhaltsleistungen mehr auszahlen. Die Sicherheitsbehörden ermitteln.
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Es handelt sich laut der Agentur um den ersten Cyber-Katastrophenfall in Deutschland. Das Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI) teilte am Samstag mit, dass es eingeschaltet und vor Ort sei.
„Es gab in Deutschland schon Angriffe auf Kommunen, aber keine, die daraufhin einen Katastrophenfall ausgerufen hat“, zitiert Reuters eine Amtssprecherin.
Die kommunale IT-Infrastruktur in Deutschland sei wahrscheinlich am schlechtesten gegen Cyberangriffe geschützt — obwohl hier sehr viele Daten der Bürger anfallen würden, so die Agentur unter Berufung auf Sicherheitskreise. Kommunen verfügten teilweise über veraltete Soft- und Hardware und im Unterschied zu großen Firmen und dem Bund über nur kleine IT-Abteilungen.
Zu den Angreifern wollte der Landkreis Anhalt-Bitterfeld mit Verweis auf die polizeilichen Ermittlungen keine Angaben machen. Vermutlich soll es sich erneut um Erpressung handelt. In solchen Fällen verschlüsseln Angreifer Daten, die sie erst nach Zahlung einer geforderten Summe wieder freigegeben.
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In den vergangenen Monaten hatten sich die Attacken krimineller Gruppen auf Netzwerke gehäuft, wobei sowohl Firmen als auch öffentliche Einrichtungen betroffen wurden. So wurden etwa Medizinfirmen und das Klinikum Düsseldorf angegriffen, das danach Abteilungen vorübergehend schließen musste. Erst vergangene Woche hatte ein Cyberangriff einer Erpressergruppierung in den USA und anderen Staaten wie Deutschland hunderte Firmen betroffen.
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