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Tagesschau-Sprecher Schreiber: Auch soziale Netzwerke brauchen Chefredakteure

© CC0 / Firmbee / pixabayFacebook (Symbolbild)
Facebook (Symbolbild) - SNA, 1920, 09.07.2021
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Der preisgekrönte Journalist und Tagesschau-Sprecher Constantin Schreiber hat in einem Gespräch mit der „Neuen Osnabrücker Zeitung“ (NOZ) über die aktuelle Lage der Medien reflektiert und sich mehr Verantwortung für die Inhalte sozialer Netzwerke gewünscht.
Der Grimme-Preis-Träger Schreiber findet „sehr problematisch“, dass sich soziale Netzwerke wie Facebook darauf zurückziehen, nur Plattform zu sein. „Das funktioniert so nicht mehr. Ein paar Regeln gegen Hatespeech, die dann doch umgangen werden, helfen nicht“, so Schreiber.
„Mir fehlt die Verantwortung. Man braucht auf solchen Plattformen zum Beispiel Chefredakteure. Es wäre vollkommen verkürzt, zu denken, dass Facebook nur eine Plattform sei. Facebook wird längst ganz anders wahrgenommen.“
Schreiber geht davon aus, dass nicht jeder, der „einen dubiosen Blog betreibt, sich einfach Journalist nennen darf“. Dementsprechend lasse sich erneut darüber diskutieren, ob Journalist kein geschützter Beruf bleiben sollte. Dies sei umso wichtiger, meint Schreiber, weil sich die Sicherheitslage für Journalisten auch in Deutschland stark verschlechtert habe: Es gebe etwa viele Journalisten, die nur noch mit Security-Kräften zum Beispiel zu Demonstrationen der Querdenker-Bewegung gingen. „Da hat sich für Journalisten definitiv etwas verändert“, betont Schreiber.
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„Ich nehme die Kritik ernst“: Baerbock äußert sich zu Plagiat-Vorwürfen
Hierbei spricht der Journalist von seinem aktuellen Roman „Die Kandidatin“, der den Bundestagswahlkampf um eine muslimische Kanzlerkandidatin einer fiktiven Umweltpartei beschreibt. Seine Absicht war, zu zeigen, wie bedrohlich es ist, wenn sich die Extreme immer weiter verhärten und die Debattenkultur zu entgleiten droht. Der Roman zeige, so Schreiber, wie es ist, wenn sich in einer Gesellschaft mehrere Fraktionen hasserfüllt gegenüberstehen.
„Es geht mir um den Appell, dass wir einander mehr zuhören und lernen müssen, miteinander zu debattieren“, erklärt der Autor die Intention seines Buches.
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