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Gegen Impfmüdigkeit mit Angeboten in Shisha-Bars und Ausgehmeilen vorgehen – Lauterbach

Karl Lauterbach (Archivbild) - SNA, 1920, 09.07.2021
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Wegen sinkender Nachfrage bei Impfterminen hat der SPD-Gesundheitsexperte Karl Lauterbach unkonventionelle Maßnahmen vorgeschlagen. Darüber berichtet die Deutsche Presse-Agentur (DPA) am Freitag.
Innerhalb von einigen Monate ist die Situation um die Impfkampagne in Deutschland umgekippt: Impfstoffmagel wird durch Impfmüdigkeit ersetzt. Ob es an geringen Infektionszahlen, an Unsicherheit über Impfstoffe oder an reiner psychologischer Müdigkeit liegt – immer mehr Impftermine in Deutschland werden Berichten zufolge nicht wahrgenommen. Unter diesen Umständen muss man „sehr kreativ“ sein, um Impfstoff zu den Menschen zu bringen, meinte Lauterbach am Donnerstagabend in der ZDF-Sendung „Maybrit Illner“.
„An die Shisha-Bars beispielsweise, in die Ausgehmeilen. Wo die jungen Leute sind, da muss es möglich sein, dass die sich impfen lassen können, mit mobilen Impfteams, ohne jeden Aufwand“, zitiert die DPA den SPD-Politiker.
Auch in Supermärkten und Fußgängerzonen sollen laut dem Sozialverband VdK mobile Impfstellen zur Verfügung gestellt werden. Hierdurch könnte der Zugang zu Impfangeboten für die Menschen erleichtert werden, die „nicht ständig online sind und auch nicht regelmäßig Kontakt zum Hausarzt haben“ oder „in sozialen Brennpunkten leben“, betonte VdK-Präsidentin Verena Bentele gegenüber dem Redaktionsnetzwerk Deutschland (RND).
Bundesgesundheitsminister Jens Spahn spricht mit dem SPD-Politiker und Professor für Gesundheitsökonomie und Epidemiologie Karl Lauterbach vor einer Pressekonferenz zur Situation der Coronavirus, Januar 2021. Symbolfoto - SNA, 1920, 09.07.2021
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Arbeitgeberpräsident Rainer Dulger verwies auf die Erfahrung aus den USA, wo Menschen an Lotterien teilnehmen können, wenn sie sich impfen lassen. „Vielleicht lässt sich so ja der Impfanreiz steigern. Ich bin auf jeden Fall immer dafür, Anreize für eine Impfung zu setzen, statt Verbote auszusprechen“, sagte Dulger gegenüber dem „Handelsblatt“.
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