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Italien: Dante-Entwürfe und Schriften aus dem 13. Jahrhundert gefunden – Medien

Dante Alighieri - SNA, 1920, 09.07.2021
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Die Nonne Julie Bolton Holloway hat in den Vatikanischen Bibliotheken und in Florenz Handschriften gefunden, die von Dante Alighieri, dem italienischen Dichter und Philosophen und Autor der „Göttlichen Komödie“, stammen sollen.
Bisher wusste keiner, wie die Handschrift des Dichters aussah, berichtet „The Times“.
Die Handschriften gehen angeblich auf das Ende des 13. Jahrhunderts zurück. In der Zeit studierte Dante in Florenz, wo der italienische Philosoph, Wissenschaftler, Politiker und Staatsmann Latino Brunetto unterrichtete, der nach dem Tod von Dantes Vater auch gleichzeitig sein Vormund war.
Die aus Großbritannien stammende Forscherin Bolton Holloway, die zunächst als Mittelalter-Spezialistin an der Princeton Universität in New Jersey tätig war und danach einige Zeit lang Einsiedlerin in der Toskana und dann Nonne und Friedhofsleiterin in Florenz war, betonte, dass „diese Handschriften einen Einblick in sein Genie geben“.

„Die Handschrift in dem neu aufgefundenen Manuskript ist schuljungenartig, wie in den früheren Manuskripten, aber die Schrift ist in ausgezeichnetem toskanischem Stil gehalten“, erzählte Bolton Holloway.

Der Forscherin zufolge umfassen die Handschriften die Ideen, die Dante in der „Göttlichen Komödie“ niederschrieb. Das Werk wurde im Jahr 1320 beendet, ein Jahr vor Dantes Tod.
In den Handschriften ist zum Beispiel ein Rechteck zu sehen, das auf einen Kreis aufgelegt ist. Die Zeitung betont, dass dieses Konzept von Dante der Gottbeschreibung in der „Göttlichen Komödie“ zugrunde lag. Dante erforschte den Zustand der Seele nach dem Tod und präsentierte das Bild der göttlichen Gerechtigkeit, während er durch die Hölle, das Fegefeuer und das Paradies reiste.
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Ferner behauptete Bolton, dass keine Kopien von Dantes eigener handgeschriebener Version der Komödie gefunden wurden, aber Leonardo Bruni, ein Gelehrter aus der Spätrenaissance, der Dantes Handschrift gesehen hatte, beschrieb sie „als den Manuskripten ähnlich, die ich gefunden habe“.
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