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Nach Maaßens Anfeindung gegen ARD: Laschet reagiert und enttäuscht damit die Medien

© AFP 2021 / TOBIAS SCHWARZDer CDU-Kanzlerkandidat Armin Laschet nimmt am 7. Juli 2021 an einer Veranstaltung der Zeitschrift Brigitte in Berlin teil.
Der CDU-Kanzlerkandidat Armin Laschet nimmt am 7. Juli 2021 an einer Veranstaltung der Zeitschrift Brigitte in Berlin teil. - SNA, 1920, 08.07.2021
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Schon länger erwarten die Medien von CDU-Chef und Kanzlerkandidat Armin Laschet ein klares Machtwort gegenüber Hans-Georg Maaßen, der zuletzt mit den Angriffen auf die ARD Schlagzeilen gemacht hat. Nun distanziert sich Laschet von dem Parteikollegen, ohne ihn beim Namen zu nennen – zur Unzufriedenheit der Presse.
„Armin Laschet lehnt Machtwort zu Maaßen ab“, schreiben etwa der „Tagesspiegel“ und „Die Zeit“ am Donnerstag, „Laschet windet sich beim Thema Maaßen“, beklagt NTV. Am Mittwochabend wurde der CDU-Kanzlerkandidat vom Frauenmagazin „Brigitte“ unter anderem zum Thema Hans-Georg Maaßen (ebenfalls CDU) befragt. Der ehemalige Verfassungsschutzpräsident tritt in Thüringen als Bundestagskandidat auf und erlaubt sich zuletzt immer wieder diverse Äußerungen, die in der Öffentlichkeit für Unmut sorgen. Zuletzt griff er die öffentlich-rechtlichen Medien, besonders die ARD hart an, indem er ihnen „Meinungsmanipulation“ und einen „klaren Linksdrall“ vorwarf. Auch einen Untersuchungsausschuss wollte Maaßen für sie. Seitdem erwarten die politische Konkurrenz von der SPD, Grünen und FDP sowie die Medien vom Kanzlerkandidaten, dass er den Kollegen quasi auf seinen Platz verweist. Was macht Laschet?
Hans-Georg Maassen, ehemaliger Chef des Bundesverfassungsschutzes, nimmt am 30. April 2021 an einer Wahlkreissitzung der CDU-Kreisverbände im ostdeutschen Suhl teil. - SNA, 1920, 05.07.2021
Maaßen greift „manipulative“ ARD hart an - und soll sich nach viel Kritik erklären
Indirekt hat er sich von den Äußerungen von Maaßen schon distanziert. „Unsere Haltung zum öffentlich-rechtlichen Rundfunk ist glasklar. Gerade in einer Zeit wie jetzt, wo es so viel Fake News gibt rund um die Pandemie, ist ein starker öffentlich-rechtlicher Rundfunk wichtig“, sagte Laschet bei einer „Brigitte“-Veranstaltung. Es sei die Position der gesamten CDU. Mehr als die Haltung seiner Partei klarzumachen, könne er nicht. „Wer dann irgendwelche Interviews gibt, ist dann sein Problem.“ Den Namen von Maaßen hat Laschet dabei nicht erwähnt.

Laschet für sachlichen Wahlkampf ohne Aggressionen

Stattdessen sagte er auf entsprechende Anspielungen, dass es für einen Parteiausschluss sehr hohe Hürden gebe. Wenn jemand eine unterschiedliche Meinung habe, müsse man dies deutlich machen.
Er habe aber nicht vor, Bemerkungen der Parteimitglieder jedes Mal durch eine eigene Positionierung aufzuwerten, fügte Laschet zur Kritik hinzu. Man dürfe sich die Themen nicht aufdrücken lassen. „Wir müssen den Kurs der Mitte beibehalten. Wir müssen uns klar nach rechts abgrenzen“, wiederholte Laschet. Mit der AfD werde und könne es keinerlei Kooperation geben, versicherte er. Nicht zuletzt wird Maaßen auch eine unerwünschte Nähe zu dieser Partei und Rechtsaußen vorgeworfen.
Was sich Laschet im Übrigen wünsche, sei ein sachlicher Wahlkampf ohne Aggressionen. „Ich finde, wir führen einen sachlichen, kontroversen Wahlkampf, aber wir vergiften nicht das Klima, sodass jeder, der danach regieren muss, es ganz schwer hat, die Gesellschaft zu versöhnen.“ Es gebe zwar bereits „manche Ausreißer“, in den Führungen der anderen Parteien sehe er jedoch den Willen zur Fairness.
Die politischen Opponenten von den Grünen zeigen sich inzwischen weiterhin unzufrieden. „Es geht nicht darum, Laschet als rechtsaussen zu framen“, schreibt etwa der Grünen-Politiker Konstantin Notz auf Twitter. „Es geht darum, dass er diese merkwürdige Aussage zur #AfD im Landtag und sein Verhältnis zu #Maaßen klarstellt.“
„Maaßen ist also Maaßens Problem und nicht das der CDU“, beklagt die ARD-Journalistin Véronique Gantenberg ihrerseits.
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