Registrierung erfolgreich abgeschlossen!
Klicken Sie bitte den Link aus der E-Mail, die an geschickt wurde

EU verhängt 875-Millionen-Kartellstrafe gegen BMW und VW

© SNA / Michail WoskressenskijVolkswagen-Logo (Archiv)
Volkswagen-Logo (Archiv)  - SNA, 1920, 08.07.2021
Abonnieren
Die beiden deutschen Autobauer BMW und Volkswagen haben eine Wettbewerbsstrafe der EU-Kommission in Höhe von 875 Millionen kassiert, gab EU-Wettbewerbskommissarin Margrethe Vestager am Donnerstag bekannt.
Laut dem Statement auf der offiziellen Webseite handelt es sich um so genannte Adblue-Tanks für eine bessere Abgasreinigung. Sie nehmen in Dieselautos neuerer Katalysator-Generationen spezielle Harnstoff-Lösungen auf. Die Gemische sorgen für eine effizientere Abgasreinigung und damit für eine Senkung schädlicher Stickoxid-Emissionen.
Nationalversammlung in Frankreich - SNA, 1920, 06.07.2021
Frankreich: Verfassungsänderung für Klimaschutz vorerst gescheitert
Daimler, BMW und VW sprachen sich laut der Kommission illegal ab, um die politischen Vorgaben für die Stickstoff-Emissionen nicht zu erfüllen und einen Wettbewerb um das volle Potenzial der Technologie zur Abgasreinigung von Schadstoffen zu vermeiden.
„Damit schränkten sie den Wettbewerb um für Kunden relevante Produktmerkmale ein.“
Die Kommission betonte, dass erstmals Bußen für rein technische Absprachen erhängt worden seien, bei denen es nicht um Preise oder die Aufteilung von Märkten gehe. Alle Unternehmen hätten ihre Beteiligung an dem Kartell anerkannt.
Daimler hatte die Vereinbarung an die EU gemeldet und ersparte sich damit eine Kartellstrafe, die sich nach Angaben von Reuters auf 727 Millionen Euro hätte belaufen können.
Die Autobauer sollen laut der Nachrichtenagentur die Vereinbarung nie umgesetzt haben. VW soll die Strafe als zweiter Kronzeuge um mehr als die Hälfte auf 502 Millionen Euro reduziert haben. BMW hatte ein Schuldeingeständnis vorab verweigert, will die Buße von 373 Millionen Euro aber akzeptieren.
Ein Kohlekraftwerk in der Nähe des Kohletagebaus Garzweiler  - SNA, 1920, 05.07.2021
Deutsche Umwelthilfe reicht Klimaklagen gegen Bayern, Brandenburg und Nordrhein-Westfalen ein
Offenbar war zuvor ein Großteil der Vorwürfe fallengelassen worden. Zunächst stand im Raum, dass die drei Autobauer gemeinsam eine Software zur Dosierung von AdBlue entwickelt und die Einführung eines Partikelfilters für Benzinmotoren verzögert hätten. Allerdings soll die EU-Kommission keine Hinweise darauf gefunden haben, dass die Parteien Absprachen über die Verwendung illegaler Abschalteinrichtungen zur Manipulation von Abgastests getroffen hätten, so Reuters.
Newsticker
0
Um an der Diskussion teilzunehmen,
loggen Sie sich ein oder registrieren Sie sich
loader
Chats
Заголовок открываемого материала