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Nach Eklat mit eigenem Konsul: Estland erklärt russischen Diplomaten zur Persona non grata

© SNA / Wadim AntsupowRusslands Botschaft in Tallinn
Russlands Botschaft in Tallinn  - SNA, 1920, 08.07.2021
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Estland wird einen russischen Diplomaten als Antwort auf die Ausweisung des Konsuls Mart Lätte aus Sankt Petersburg des Landes verweisen. Das teilte die estnische Regierungschefin Kaja Kallas mit.
„In der Praxis der internationalen Beziehungen ist es üblich, dass auf die Ausweisung eines diplomatischen Mitarbeiters durch eine Seite eine symmetrische Antwort der anderen Seite folgt. Ja, wir planen ebenfalls einen solchen Schritt“, sagte Kallas.
Ihren Worten zufolge sei das Geschehene in Sankt Petersburg eine Provokation des russischen Inlandsgeheimdienstes FSB gegen den estnischen Diplomaten, der „seiner üblichen Arbeit im Empfangsstaat im Einklang mit allen Rechtsakten nachging“.

Tallinn fordert Erläuterungen nach Festnahme estnischen Konsuls

Estland erwartet von Russland offizielle Erläuterungen zur Festnahme des Konsuls Mart Lätte in Sankt Petersburg und hält die gegen ihn erhobenen Anschuldigungen für haltlos. Das sagte die Außenministerin der baltischen Republik, Eva-Maria Liimets, am Mittwoch gegenüber dem Fernseh- und Hörfunkportal ERR.
Das estnische Außenministerium nannte die Festnahme von Lätte ein „Spektakel“ und eine „Provokation“.
„Tatsächlich, diesen Zwischenfall hat es gegeben. Der Diplomat, der routinemäßig seinen Dienstpflichten nachging – der Konsul Estlands in Sankt Petersburg –, war vom Föderalen Sicherheitsdienst (FSB) für eineinhalb Stunden festgehalten worden. Die russische Seite erhob gegen ihn Anschuldigungen. Wir erwarten offizielle Erläuterungen sowohl zu den Anschuldigungen als auch zu den Umständen des Geschehenen“, sagte die Ministerin.
Liimets betonte, dass der Konsul seiner tagtäglichen diplomatischen Arbeit nachgegangen sei und die gegen ihn erhobenen Anschuldigungen haltlos seien.
Das Außenministerium Russlands (Archiv) - SNA, 1920, 07.07.2021
Moskau erklärt estnischen Konsul zur Persona non grata
„Lassen Sie uns auf Erläuterungen zu den Umständen des eben erst Geschehenen warten. Wollen wir mal sehen, wie sich die Ereignisse weiter entwickeln werden“, fügte sie hinzu.
Zuvor hatte der FSB bekanntgegeben, dass Lätte am vergangenen Dienstag festgenommen worden sei. Er sei bei der Übernahme vertraulicher Materialien von einem russischen Staatsbürger in flagranti ertappt worden. Das russische Außenministerium erklärte den Konsul zur unerwünschten Person und teilte mit, dass der Diplomat binnen 48 Stunden Russland verlassen solle.
Die von Lätte ausgeübte Tätigkeit sei mit dem Status eines diplomatischen Mitarbeiters nicht vereinbar und feindlich gegenüber Russland, hieß es beim FSB.
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