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Afghanistan
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Afghanistan: Auch Britische Truppen größtenteils abgezogen

© AP Photo / Marco Di LauroU.S. Marines scannen den nordwestlichen Bereich des amerikanischen Militärgeländes auf dem afghanischen Flughafen Kandahar (Symbolbild)
U.S. Marines scannen den nordwestlichen Bereich des amerikanischen Militärgeländes auf dem afghanischen Flughafen Kandahar (Symbolbild) - SNA, 1920, 08.07.2021
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Großbritannien hat inzwischen fast alle seine Soldaten aus Afghanistan abgezogen. Premierminister Johnson hat dennoch in einer Rede vor dem britischen Parlament versprochen, das Land nicht im Stich zu lassen. Die Sicherheitslage spitzt sich währenddessen weiter zu.
Der Truppenabzug bedeute nicht, dass man Kabul im Stich lasse: Großbritannien bleibe Afghanistan verpflichtet, sagte Premierminister Boris Johnson am Donnerstag im Parlament in London. Er sei sich auch der Gefahren bewusst, die dieser Abzug bedeute.
Die britische Militärführung warnt indes vor einem drohenden Bürgerkrieg in Afghanistan, sobald alle ausländische Soldaten das Land verlassen haben. Der Chef der britischen Streitkräfte, Nick Carter, sagte laut Reuters, die radikal-islamischen Taliban* könnten dann wieder die Kontrolle in Teilen des Landes, wenn auch nicht in ganz Afghanistan, übernehmen.
Provinz Badghis, Afghanistan (Archivbild) - SNA, 1920, 07.07.2021
Afghanistan
Afghanistan: Taliban ziehen erstmals gegen Provinzhauptstadt los

Eskalation der Sicherheitslage

Seit die Nato mit dem Abzug ihrer Truppen aus Afghanistan begonnen hat, sind die Taliban landesweit auf dem Vormarsch und haben bereits zahlreiche Bezirke erobert. Die USA planen, ihre Soldaten bis zum August vollständig zurückzuholen. Sie hatten gemeinsam mit Nato-Partnern, darunter Großbritannien und Deutschland, kurz nach den Anschlägen vom 11. September 2001 in Afghanistan interveniert.
Russlands Außenminister Sergej Lawrow sagte kürzlich, durch den Truppenabzug aus Afghanistan würden die USA faktisch anerkennen, mit ihrer Mission gescheitert zu sein. Mit der Intervention 2001 hatten sich die Vereinigten Staaten unter anderem das Ziel gesetzt, das Land zu befrieden und von islamistischen Terroristen zu befreien.
Unterdessen spitzt sich die Sicherheitslage in Afghanistans weiter zu, auch und besonders in den Grenzregionen im Norden des Landes. Vor wenigen Tagen flohen mehr als 1000 afghanische Soldaten aus Angst um ihr Leben vor den islamistischen Taliban-Kämpfern in das Nachbarland Tadschikistan, nachdem Angehörige der afghanischen Regierungstruppen bereits in den Tagen zuvor in die zentralasiatische Ex-Sowjetrepublik geflüchtet waren.
Russland beobachtet die Situation an der afghanisch-tadschikischen Grenze aufmerksam, denn das russische Militär unterhält Truppenstützpunkte in Tadschikistan. Die russische Regierung warnte vor einer Destabilisierung in Afghanistan, erklärte jedoch, eine Entsendung russischer Truppen in das Land werde es nicht geben.
*unter anderem von der Organisation des Vertrags über kollektive Sicherheit (Armenien, Kasachstan, Kirgistan, Russland, Tadschikistan, Weißrussland) als Terrororganisation eingestuft, deren Tätigkeit in diesen Ländern verboten ist
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