Registrierung erfolgreich abgeschlossen!
Klicken Sie bitte den Link aus der E-Mail, die an geschickt wurde

Sevim Dagdelen (Linke) fordert Abzug der US-Atomwaffen aus Deutschland

CC BY-SA 2.0 / DIE LINKE Nordrhein-Westfalen / Wikimedia CommonsObfrau der Fraktion Die Linke Sevim Dagdelen (Archivbild)
Obfrau der Fraktion Die Linke Sevim Dagdelen (Archivbild) - SNA, 1920, 07.07.2021
Abonnieren
Anlässlich des Treffens der Stockholm-Initiative in Madrid hat Sevim Dagdelen, abrüstungspolitische Sprecherin der Fraktion Die Linke und Obfrau im Auswärtigen Ausschuss, der Bundesregierung Heuchelei vorgeworfen und den Abzug von US-Atomwaffen aus Deutschland gefordert.
„Wenn die Bundesregierung bei der atomaren Abrüstung glaubwürdig sein will, muss sie endlich den internationalen Vertrag zum Verbot von Atomwaffen unterzeichnen, die nukleare Teilhabe in der Nato aufkündigen und den Abzug der US-Atombomben aus Deutschland in die Wege leiten", so Sevim Dagdelen in einer aktuellen Pressemitteilung.
Es sei pure Heuchelei, sich auf diplomatischem Parkett verbal für nukleare Abrüstung einzusetzen, gleichzeitig aber für acht Milliarden Euro neue atomwaffenfähige Kampfjets für die Bundeswehr anzuschaffen und damit Deutschland an der Seite der USA weiter zum nuklearen Aggressor-Staat zu machen. Wer international Vertrauen in atomare Abrüstung schaffen wolle, dürfe nicht gleichzeitig mit deutschen Steuergeldern die Modernisierung des US-Atombombenprogramms befeuern.
„Die Linke lehnt wie die überwältigende Mehrheit der Bevölkerung die Anschaffung neuer Atombomber ab und fordert den Abzug der US-Atomwaffen aus Deutschland und Europa."
Am Montag trafen sich bereits zum vierten Mal die 16 Länder der Stockholm-Initiative, um Vorschläge zur nuklearen Abrüstung zu erarbeiten.
Im Vorfeld des Treffens in Madrid hatte Bundesaußenminister Heiko Maas (SPD) zusammen mit seiner spanischen Kollegin Arancha Gonzalez Laya und seiner schwedischen Kollegin Ann Linde erklärt:
„Mehr denn je brauchen wir Fortschritte. Abkommen der nuklearen Abrüstung und Nichtverbreitung sind in den letzten Jahren immer weiter erodiert. Neue Spannungen und Misstrauen zwischen den globalen Mächten haben einen weiteren Abbau der Kernwaffenarsenale vereitelt.“
Die 16 Nicht-Nuklearstaaten der Initiative hatten im Vorfeld der Überprüfungskonferenz den Nuklearmächten 22 konkrete Vorschläge unterbreitet. Darunter waren Punkte wie:
Kernwaffenbestände weiter verringern
Atomwaffenteststoppvertrag in Kraft setzen
Rolle der Kernwaffen in Strategien und Doktrinen herabstufen
Glaubwürdige und robuste Fähigkeiten zur Verifikation nuklearer Abrüstung aufbauen
Verhandlungen über einen Vertrag über das Verbot der Herstellung von spaltbarem Material für militärische Zwecke in Gang bringen
Newsticker
0
Um an der Diskussion teilzunehmen,
loggen Sie sich ein oder registrieren Sie sich
loader
Chats
Заголовок открываемого материала