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Bis zu 90 Prozent: Raumfilter reduzieren Aerosole deutlich – Studie

CC BY 2.0 / GEEK KAZU / FlickrRaumfilter (Symbolbild)
Raumfilter (Symbolbild) - SNA, 1920, 07.07.2021
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Raumluftfilter können bis zu 90 Prozent der Partikel aus der Luft entfernen. Das haben Forscher der Hochschule Heilbronn in einem Experiment gezeigt. In einer Situation allerdings verschlechterten die Filtersysteme die Bedingungen.
Die Übertragung des SARS-Coronavirus-2 erfolgt zum Großteil über die Luft. Neben größeren Tröpfchen, die Infizierte beim Niesen oder Husten ausscheiden, spielen hier auch sogenannte Aerosole eine große Rolle. Das sind sehr kleine Tröpfchen, die bereits beim Atmen oder Sprechen in den Raum entweichen. Sind in ihnen Viren enthalten, dann können sie andere Personen anstecken. Das wird vor allem in geschlossenen Räumen zum Problem, wenn mehrere Personen sich längere Zeit darin aufhalten. Wird die Luft nicht regelmäßig ausgetauscht, steigt die Konzentration der Aerosole und damit auch das Risiko einer Ansteckung.
Dieses Risiko lässt sich durch regelmäßiges Lüften senken und vor allem in den Wintermonaten zusätzlich durch Luftfilter, die die Raumluft umwälzen und die Aerosole aus ihr entfernen. Dass sie dieses Risiko senken dürften, zeigt eine Studie der Hochschule Heilbronn, bei der ein Gerät mit Schwebstoff-Filter zum Einsatz kam. Sie zeigt vor allem aber auch, dass Position und Ausrichtung des Filters wichtig für den Erfolg sind und gelegentlich sogar zu einer Verschlechterung führen können.
In einem Hörsaal wurde eine Vorlesung simuliert: Die Studenten wurden dabei durch mit Glühbirnen versehene Pappkartons simuliert, in denen eine der Körpertemperatur ähnliche Wärme erzeugt wurde. Eine dieser „Personen“ war infiziert. Dort hatten die Forscher einen Partikelgenerator angebracht, der Salznebel an die Luft abgab.
Homeoffice (Symbolbild) - SNA, 1920, 19.05.2021
„Aerosol Control“: Online-Anwendung soll Infektionsrisiko berechnen
Die Aerosolkonzentration im Raum wurde mit Partikelzählern gemessen. Außerdem waren an den Kartons an den Stellen Partikelsensoren angebracht, wo die Gesichter der Studenten sein sollten. Damit wurde zusätzlich die Konzentration dort gemessen, wo eingeatmet wird. Verschiedene Parameter wurden in dem Experiment variiert: Der „Infizierte“ wurde an diversen Stellen gesetzt, der Raumfilter umgestellt und unterschiedlich ausgerichtet sowie der Volumenstrom verschieden stark eingestellt. Daneben wurden auch Raumtemperatur und relative Feuchte abgewandelt.
Das Ergebnis: An einigen Stellen im Raum konnten die Aerosole um 90 Prozent verringert werden und auch bei einer ungünstigen Ausrichtung wurde sie um durchschnittlich etwa 60 Prozent gesenkt. Allerdings durfte die herausgeblasene Luft nicht so austreten, dass sie Partikel von Person zu Person befördert, also den Luftstrom des Infizierten direkt ins Gesicht seines Nachbarn lenkt. In diesem Fall wurde das Ansteckungsrisiko erhöht.
Die Studienergebnisse fließen in das Verbundforschungsprojekt „Testaerosole und -verfahren für Wirksamkeitsuntersuchungen von Luftreinigungstechnologien gegenüber Sars-CoV-2“ ein. In dem Projekt kooperieren die Hochschule Heilbronn, die Universität Stuttgart, das Karlsruher Institut für Technologie (KIT) und das Universitätsklinikum Tübingen.
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