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Das Kind ist nicht von mir: Bruder schickt Zwilling zum Vaterschaftstest

© Foto / Gerd AltmannKindesmissbrauch im katholischen Piusheim - Symbolbild
Kindesmissbrauch im katholischen Piusheim - Symbolbild - SNA, 1920, 07.07.2021
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Ein Mann in Niedersachsen soll seinen Zwillingsbruder zu einem gerichtlich angeordneten Vaterschaftstest geschickt haben, weil er die Vaterschaft für ein Kind nicht anerkennen wollte. Die Mutter zweifelte jedoch das negative Ergebnis an, woraufhin das Oberlandesgericht einen zweiten Vaterschaftstest anordnete – diesmal im Beisein der Frau.
Wie das Oberlandesgericht in Oldenburg am Mittwoch mitteilte, war sich eine junge Frau aus Ostfriesland sicher, wer der Vater ihrer im Jahr 2020 geborenen Tochter ist. Der Mann widersprach, daraufhin holte das Amtsgericht Aurich ein DNA-Gutachten ein.
Die untersuchte Speichelprobe ergab, dass der Mann nicht der Vater ist. Die Frau blieb bei ihrer Aussage und vermutete, der Mann könnte zur Entnahme der DNA-Probe seinen Bruder geschickt haben, der ihm wie aus dem Gesicht geschnitten sei.
Schwangere Frau (Symbolfoto) - SNA, 1920, 30.06.2021
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Das Oberlandesgericht ordnete daraufhin eine zweite Probe an, die jedoch in Anwesenheit der jungen Mutter passieren sollte. Das Ergebnis war klar: Der Mann ist der Vater des etwa eineinhalb Jahre alten Mädchens.
Das Gericht hat die Staatsanwaltschaft informiert, die ein Verfahren gegen den Mann und seinen Bruder wegen versuchten Betruges prüft. Der Beschluss des Oberlandesgerichts stammt vom 19. April und wurde erst jetzt mitgeteilt. (Az. 3 UF 138/20)
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