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Iran plant neuen Schritt im Atomstreit – scharfe Warnung aus Europa

© AP PhotoDie iranische Atomanlage Natanz, in der Uran angereichert wird, 17. April 2021.
Die iranische Atomanlage Natanz, in der Uran angereichert wird, 17. April 2021. - SNA, 1920, 07.07.2021
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Nachdem der Iran angekündigt hat, Uran mit einem Anreicherungsgrade von 20 Prozent zu verwenden, um daraus Uranmetall zu machen, haben die Außenminister von Deutschland, Frankreich und Großbritannien die Islamische Republik vor einer weiteren Eskalation gewarnt.
Die Außenminister von Deutschland, Frankreich und Großbritannien haben den Iran vor einer weiteren Eskalation im Atomstreit gewarnt. Darüber berichtete die Deutsche Presse-Agentur (DPA). In einer gemeinsamen Stellungnahme zeigten sich die drei Spitzendiplomaten am Dienstagabend „ernsthaft besorgt“ darüber, dass Teheran weitere Schritte unternehme, um Uranmetall aus angereichertem Uran herzustellen. Der Iran habe keinen glaubhaften zivilen Bedarf für solches Material. Die entsprechende Forschung und Produktion seien „ein wesentlicher Schritt in der Entwicklung einer Atomwaffe“, warnten sie laut DPA.
Dieser „schwerwiegende Verstoß“ gegen das Atomabkommen von 2015 gefährdet aus Sicht der Minister Heiko Maas, Jean-Yves Le Drian und Dominic Raab die Verhandlungen zur Rettung dieses Paktes. Derzeit pausieren die Wiener Gespräche, in denen es um die Aufhebung von US-Sanktionen und Einschränkungen des iranischen Atomprogramms geht. Der Termin für eine neue Runde steht noch nicht fest.
Ebrahim Raisi - SNA, 1920, 21.06.2021
Irans neuer Präsident Raisi: Washington muss Sanktionen gegen Teheran aufheben
Die drei Außenminister reagierten auf einen Bericht der Internationalen Atomenergiebehörde (IAEA) in Wien, wonach Teheran am Dienstag ankündigte, Uran mit einem Anreicherungsgrade von 20 Prozent zu verwenden, um daraus Uranmetall zu machen. Laut dem Iran soll das Material als Brennstoff für einen Forschungsreaktor dienen. Im Atomabkommen hatte sich Teheran jedoch dazu verpflichtet, diesen Brennstoff aus dem Ausland zu beziehen, statt das auch militärisch nutzbare Uranmetall selbst herzustellen. Seit dem Ausstieg des vorherigen US-Präsidenten Donald Trump aus dem Abkommen hat der Iran verschiedene nukleare Beschränkungen aufgehoben.
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