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„Da muss man keinen Fortsetzungsroman draus machen“: Seehofer nimmt Baerbock in Schutz

© REUTERS / POOLBundesinnenminister Horst Seehofer
Bundesinnenminister Horst Seehofer - SNA, 1920, 07.07.2021
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Bundesinnenminister Horst Seehofer hat die Grünen-Kanzlerkandidatin Annalena Baerbock, die wegen ihres neu erschienenen Buches massiv ins Kreuzfeuer der Kritik geraten war, in Schutz genommen. Darüber berichtete die „Süddeutsche Zeitung“.
Die anhaltenden Attacken auf Baerbock wegen ihres vor kurzem veröffentlichten Buches bezeichnete Seehofer als „übertrieben“.
„Wie viele Bücher sind geschrieben worden, bei denen man aus Programmen, aus anderen Konzepten einfach Dinge wiedergibt. Und nachdem es keine wissenschaftliche Arbeit ist, ist man auch nicht verpflichtet, die Quelle anzugeben“, sagte er der Süddeutschen Zeitung am Dienstag.
Es sei angemessen, mal „ein, zwei Tage“ über ein solches Buch zu diskutieren. „Und dann muss es auch mal wieder gut sein. Ich rate zu mehr Gelassenheit.“
Eine Einstufung des laufenden Wahlkampfes durch mehrere Medien als „schmutzigsten Wahlkampf aller Zeiten“, stellte der CSU-Politiker jedoch in Frage: „Ich kann wirklich nicht sagen, dass das der schmutzigste Wahlkampf aller Zeiten ist“, sagte er. Seine ersten Wahlkämpfe zwischen Franz Josef Strauß (CSU) und Helmut Schmidt (SPD), später mit Helmut Kohl (CDU), seien „ganz andere Kaliber emotionaler Wahlkampfführung“ gewesen. Gegner seien mal ironisch und mal in voller Härte als unfähig bezeichnet worden. „Da gab es einfach mehr Nehmerqualitäten“, so Seehofer weiter.
Grünen-Chefin Annalena Baerbock (Archivbild) - SNA, 1920, 06.07.2021
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Politiker sollten aus Sicht des Innenministers derartigen Bewährungsproben standhalten können: Wer angegriffen werde, müsse das ein paar Tage lang aushalten. Das gelte für Armin Laschet ebenso wie für Annalena Baerbock. „Das sind diese Härtetests, durch die jeder muss, der das Land führen will.“ Aber dann reiche es auch wieder. „Da muss man keinen Fortsetzungsroman draus machen.“
Seit Anfang vergangener Woche macht der österreichische Medienrechtler Stefan Weber immer mehr Stellen in Baerbocks Buch „Jetzt. Wie wir unser Land erneuern“ publik, die auffallende sprachliche Ähnlichkeiten zu Veröffentlichungen anderer Autoren und Autorinnen enthalten.
Grünen-Vorsitzende und Kanzlerkandidatin Annalena Baerbock  - SNA, 1920, 05.07.2021
Baerbock bleibt trotz „aufgebauschter“ Kritik Kanzlerkandidatin – Grünen-Geschäftsführer
Zuvor war bekannt geworden, dass die Kanzlerkandidatin der Grünen Sonderzahlungen verspätet an den Bundestag gemeldet hatte. Partei und Kandidatin mussten zudem Angaben in Baerbocks Lebenslauf mehrmals korrigieren. Die Grünen-Spitzenkandidatin stand daher über Wochen erheblich unter Druck.
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