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Corona-Studie in Deutschland: Rund 40 Prozent wissen nichts von ihrer Infektion

Virus (Symbolbild) - SNA, 1920, 07.07.2021
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Mehr als 40 Prozent der Corona-Infizierten in Deutschland wissen nicht, dass sie das Virus in sich tragen und weitergeben könnten. Dies geht aus einer Studie der Universität Mainz mit mehr als 10.000 Personen hervor.
Die Forscher hatten Infektionen in Mainz und dem angrenzenden Kreis Mainz-Bingen analysiert. Zu zehn Personen, die dort wissentlich infiziert sind, müssten rund acht Personen hinzugerechnet werden, die unwissentlich infiziert sind, berichtet die Deutsche Presse-Agentur unter Verweis auf den Koordinator der Gutenberg Covid-19-Studie, Philipp Wild. Männer (44,2 Prozent) seien im Vergleich zu Frauen (40,6 Prozent) häufiger unwissentlich mit Sars-CoV-2 infiziert.
Unwissentlich infiziert sind danach vor allem Ältere und sozial schwächer gestellte Menschen, denn sie lassen sich deutlich seltener testen als Jüngere oder Studierte. Bei Älteren liegt das nach Ansicht des Studienleiters unter anderem daran, dass sie früher geimpft wurden und deshalb Tests nicht mehr für nötig halten, während Jüngere öfter ausgehen und dafür einen Test brauchen.
Menschen mit geringer Bildung und wenig Einkommen empfiehlt die Studie spezielle Aufklärungskampagnen und mehr finanzielle Unterstützung. Sie räumt allerdings mit dem Vorurteil auf, dass sich diese Gruppe nicht so sehr an die AHA-Regeln halte – die Daten zeigen eher das Gegenteil. Es seien die insgesamt schlechteren Lebensverhältnisse, die die Möglichkeit einer Ansteckung erhöhten. 
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An der Studie haben von Oktober 2020 bis Ende Juni 2021 rund 10.520 Menschen im Alter von 25 bis 88 Jahren aus Mainz und dem Kreis Mainz-Bingen teilgenommen. Für diese Region seien die Ergebnisse repräsentativ. Die Studie, die bisher nicht in einem Fachmagazin veröffentlicht wurde, baut auf der bereits 2007 begonnenen Gutenberg-Gesundheitsstudie mit 15 000 Menschen auf.
Basis waren PCR- und Antikörper-Tests sowie selbstberichtete oder im Studienzentrum nach WHO-Standard gemachte Tests. Bei den Antikörper-Messungen auf Corona- Infektionen habe sich die Nutzung eines Tests als nicht ausreichend erwiesen, sagte Wild. „Der Großteil hatte nicht beide Antikörper, sondern nur einen.“ So seien durch die Verwendung eines weiteren Antikörpertests rund 23 Prozent zusätzliche Proben als positiv identifiziert worden.
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