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Afghanistan
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Angespannte Lage an Grenze zu Afghanistan: Tadschikistan ersucht OVKS-Partner um Hilfe

© SNA / Amir Issajew / Zur BilddatenbankAn der tadschikisch-afghanischen Grenze (Archiv)
An der tadschikisch-afghanischen Grenze (Archiv) - SNA, 1920, 07.07.2021
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Angesichts der Herausforderungen von Seiten Afghanistans hat die zentralasiatische Ex-Sowjetrepublik Tadschikistan ihre Partner in der Organisation des Vertrages über die kollektive Sicherheit (OVKS) um Beistand ersucht.
„Als Land mit der längsten Grenze zu Afghanistan unternimmt Tadschikistan alle erforderlichen Schritte zur Eindämmung der Situation und zur Abwendung der aus Afghanistan ausgehenden Herausforderungen“, sagte Chassan Sultonow, ständiger Vertreter Tadschikistans bei der OVKS, am Mittwoch in einer Sitzung des ständigen OVKS-Rates.
„Da die Grenze an einigen Abschnitten in schwerzugänglichem Gebirge verläuft, kann die Aufgabe zur Gewährleistung der Sicherheit im Alleingang kaum bewältigt werden“, fügte der Diplomat hinzu.
Duschanbe sei der Ansicht, dass die OVKS „angemessen reagieren“ sollte. Es komme darauf an, das Potenzial zum Schutz der Südgrenze des Landes aufzustocken, betonte Sultonow und rief die OVKS-Mitgliedsländer auf, ihren Beitrag zur Stabilisierung der Lage zu leisten.

Nach US-Abzug: Regierungstruppen vs. Taliban*

Nach dem Abzug der US-Truppen aus Afghanistan liefern sich die Regierungskräfte und die radikalislamische Bewegung Taliban Kämpfe. Die Islamisten haben bereits große Territorien auf dem Land unter ihre Kontrolle gebracht und stürmen jetzt auch Großstädte. Die Instabilität wächst insbesondere vor dem Hintergrund der US-Erklärungen, alle Truppen aus Afghanistan zum 11. September abzuziehen.
Washington und Vertreter der Taliban hatten 2020 in Doha das erste Friedensabkommen seit Beginn des Krieges vor 18 Jahren geschlossen. Laut dem Dokument sollen die ausländischen Kontingente abziehen und die Gefangenen ausgetauscht werden. Zudem sollte ein innerafghanischer Dialog aufgenommen werden.

Putin in ständigem Kontakt zu Kollegen in Region

Russlands Außenminister, Sergej Lawrow, verwies auf die rasante Verschlechterung der Lage in Afghanistan, insbesondere vor dem Hintergrund des „hastigen Abzugs der US-amerikanischen und der anderen Nato-Truppen aus dem Land“. Russlands Präsident Wladimir Putin habe vor kurzem Telefongespräche mit den führenden Repräsentanten Tadschikistans und Usbekistans gehabt und stehe in ständigem Kontakt auch zu den Staatschefs der anderen zentralasiatischen Republiken.
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„Moskau wird alles in seinen Kräften Stehende tun, um eine Aggression gegen OVKS-Verbündete zu verhindern. Dazu wird Moskau seinen Militärstützpunkt an der tadschikisch-afghanischen Grenze einbeziehen“, sagte der russische Chefdiplomat.
Vertreter des OVKS-Sekretariats hatten am Dienstag den tadschikisch-afghanischen Grenzraum besucht, um sich über die Lage vor Ort zu informieren.
*unter anderem von der Organisation des Vertrags über kollektive Sicherheit (Armenien, Kasachstan, Kirgistan, Russland, Tadschikistan, Weißrussland) als Terrororganisation eingestuft, deren Tätigkeit in diesen Ländern verboten ist
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