Registrierung erfolgreich abgeschlossen!
Klicken Sie bitte den Link aus der E-Mail, die an geschickt wurde

„Ein Netzwerk alter weißer Männer“ - Neue Social Media-Plattform von Trumps Leuten ist da

© SNA / Ramil SitdikowTwitter-Logo
Twitter-Logo - SNA, 1920, 06.07.2021
Abonnieren
Die Deutschen haben für sich eine neue Social Media-Plattform entdeckt: „Gettr“. Erst am Donnerstag von Donald Trumps ehemaligem Sprecher Jason Miller ins Leben gerufen, ist sie nun Gegenstand des Spotts. Schon in den ersten Tagen wurde die Plattform gehackt.
Auf Twitter wird „Gettr“ am heutigen Dienstag zum Trend, was auch nicht verwunderlich ist: Von den Funktionen und der Ausstattung her sieht die neue Social Media-Plattform fast wie Twitter aus - will aber Menschen aus dem ultrakonservativen Lager ansprechen. Statt hellblau ist die Homepage in rot-blau gehalten. Trumps ehemaliger Sprecher Jason Miller leitet die Plattform, wie er selbst bestätigte. Der ehemalige Trump-Wahlkampfsprecher Tim Murtaugh ist als Berater an der App beteiligt. Keine Überraschung, nachdem Ex-Präsident von Twitter und Facebook verbannt worden war. Trump selbst ist aber noch nicht da. Dafür aber die Konten von Miller, der republikanischen Politikerin Marjorie Taylor-Greene, Ex-Außenminister Mike Pompeo und vielen anderen Republikanern.
Ex-US-Präsident Donald Trump tritt bei einer Kundgebung in Sarasota (US-Bundesstaat Florida) - SNA, 1920, 04.07.2021
Trump brüstet sich mit hartem Umgang mit Russland: „Habe die Pipeline bloßgestellt“
Ihre Konten wurden am Sonntag offenbar auch gehackt. Sie zeigten plötzlich die Botschaft „free palestine“ – befreit Palästina. Man habe die Sache binnen Minuten behoben, erklärte Miller in einer Stellungnahme. Der Hacker erzählte dann gegenüber „Business Insider“, es sei „ziemlich leicht“ gewesen, sich Zutritt zu verschaffen. Zudem wurde das Portal von allerlei pornographischen Darstellungen, wirren Botschaften und weiterem Spam überflutet. Der Sicherheitsforscher Ashkan Soltani hat bereits in einem Beitrag für das Magazin „Vice“ erhebliche Sicherheitslücken bei dem Netzwerk festgestellt.
Unter dem Hashtag #GETTR amüsieren sich die Twitter-Nutzer gerade über die neue Plattform, während die anderen ihren Wechsel zur Plattfrom ankündigen. „Super. Ein Netzwerk alter weißer Männer und Newsmax. Wer will da hin?“, fragt etwa eine Nutzerin.
„Die App sieht aus wie ein Müllcontainer-Feuer, das in der Toilette von Donald Trump programmiert wurde“, schreibt ein anderer Nutzer. „Auf #GETTR versammelt sich schon mal die Créme de la Créme der deutschen Hassgesellschaft“, suggeriert ein anderer Nutzer.
Auf für den Journalisten Boris Reitschuster scheinen seine Fans ein Konto eröffnet zu haben, wie auch für Johannes Normann.
Auch für den SPD-Politiker Karl Lauterbach haben Freiwillige ein Konto hinterlegt. Wie aber einigen Posts zu entnehmen ist, handelt es sich offenbar um einen Troll.
Newsticker
0
Um an der Diskussion teilzunehmen,
loggen Sie sich ein oder registrieren Sie sich
loader
Chats
Заголовок открываемого материала