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Russlands Champagnergesetz: Frankreich schließt Gegenmaßnahmen nicht aus

© REUTERS / TATYANA MAKEYEVAChampagner in einem russischen Supermarkt
Champagner in einem russischen Supermarkt  - SNA, 1920, 06.07.2021
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Die französische Regierung lässt das neue russische Gesetz zur Bezeichnung von Alkoholgetränken eingehend prüfen. Die neue Vorschrift betrifft die Interessen französischer Weinbauern. Frankreichs Außenminister Jean-Yves Le Drian hofft auf baldige Einigung mit Russland in der Auseinandersetzung um die Bezeichnungen „Schaumwein“ und „Champagner“.
„Champagner“ darf in Russland seit letzten Freitag nur ein Weingetränk heißen, das auch in Russland hergestellt wurde. So will es das neue russische Gesetz zum Umlauf alkoholischer Getränke. Alle importierten Getränke dieser Sorte dürfen demnach nur die Bezeichnung „Schaumwein“ tragen.
Diese Neuregelung ruft die französische Regierung auf den Plan. Das Landwirtschafts- und das Handelsministerium in Paris seien gegenwärtig dabei, das neue Gesetz eingehend zu prüfen, erklärte Frankreichs Außenminister Jean-Yves Le Drian am heutigen Dienstag vor der französischen Nationalversammlung. „Sobald wir Aufschluss über alle Einschränkungen erhalten, werden wir auf der bilateralen Ebene mit Russland, aber auch auf der EU-Ebene reagieren, um die Interessen unserer Produzenten zu schützen.“
Dabei hat der Außenminister auch negative Folgen für Russland nicht ausgeschlossen, sollte bei der Begutachtung des neuen Gesetzes ein Verstoß gegen die Handelsregeln der WTO festgestellt werden. Vorerst aber hoffe er, „dass die Situation im Dialog bereinigt werden kann“.
Die russische Niederlassung des französischen Herstellers Moët Hennessy hatte infolge des neuen Gesetzes bereits Lieferungen seiner Luxusmarken wie Veuve Clicquot, Moët & Chandon, und Dom Pérignon nach Russland ausgesetzt. Hersteller aus dem französischen Weinbaugebiet Champagne, nach dem die weltbekannte Edelspirituose benannt ist, sollen ihre Erzeugnisse gemäß dem Gesetz für die Vermarktung in Russland neu registrieren lassen und als „Schaumwein“ etikettieren. Inzwischen hat Moët Hennessy die neuen Regeln offiziell akzeptiert und die Wiederaufnahme der Lieferungen nach Russland angekündigt.
Moët&Chandon - SNA, 1920, 05.07.2021
EU spricht sich gegen russisches „Champagnergesetz“ aus
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