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RKI passt Impfquote an – Neues Ziel: 85 Prozent schon bei Jugendlichen und 90 Prozent bei Älteren

© REUTERS / POOL NewKabinen eines Impfzentrums im Erika-Hess-Eisstadion zur Bekämpfung der Covid-19--Krankheit in Berlin. Symbolbild
Kabinen eines Impfzentrums im Erika-Hess-Eisstadion zur Bekämpfung der Covid-19--Krankheit in Berlin. Symbolbild - SNA, 1920, 06.07.2021
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Lange hat es von der Politik geheißen, 60 oder 70 Prozent Geimpfte sind für eine Herdenimmunität und die Aufhebung der Maßnahmen nötig. Doch nachdem Bundeskanzlerin Angela Merkel am Montag wegen der Sorgen um die Delta-Variante eine höhere Impfquote von 80 Prozent gefordert hat, passt nun auch das Robert Koch-Institut (RKI) seine Schätzung an.
Dabei hielt das RKI bisher schon eine Immunisierung von 80 Prozent der Bevölkerung für notwendig. Nun ist die Orientierung wieder nach oben korrigiert worden - wegen der ansteckenderen Delta-Variante, die sich in Deutschland gerade ausbreitet.
Demnach sollten mindestens 85 Prozent der 12- bis 59-Jährigen und 90 Prozent der Senioren ab 60 Jahren vollständig geimpft sein, steht in dem neuen Epidemiologischen Bulletin des RKI geschrieben. „Bei rechtzeitigem Erreichen dieser Impfquote scheint eine ausgeprägte vierte Welle im kommenden Herbst/Winter unwahrscheinlich“. Auch geht das RKI damit, dass es unter Annahme einer geringfügigen Reduktion des Kontaktverhaltens dann nicht mehr zu einem starken Anstieg an Covid-Patienten auf den Intensivstationen kommen sollte.
Bundeskanzlerin Angela Merkel - SNA, 1920, 05.07.2021
Sorgen wegen Delta: Merkel fordert Impfquote von 80 Prozent
Die Bevölkerung müsse sich aber weiter an „Basishygienemaßnahmen“ halten, wie etwa Hände waschen, Abstand halten und eine Maske tragen. Möglicherweise sei es auch notwendig, bei steigenden Infektionszahlen Kontakte „zu einem gewissen Grad“ zu reduzieren, empfehlen die RKI-Experten. Sollten die Impfquoten bei den 12- bis 59-Jährigen bei 75 Prozent oder gar 65 Prozent stagnieren und gleichzeitig eine komplette Öffnung stattfinden, würde sich das laut RKI auf die Belegung der Intensivbetten auswirken.

RKI will vor allem junge Erwachsene aufklären

Aktuell sind aber laut den RKI-Angaben nur rund 65 Prozent unter den Menschen ab 60 Jahren vollständig geimpft. Bei den 18- bis 59-Jährigen sind es 36,6 Prozent. Als das RKI in der zweiten Maihälfte die Menschen in Deutschland befragte, zeigten sich bei den Jüngeren sowie bei den Älteren knapp 70 Prozent der Befragten bereit, sich „auf jeden Fall“ oder „eher“ gegen Corona impfen zu lassen. Was die älteren Kinder zwischen zwölf und 16 Jahren angeht, da gibt sich die Ständige Impfkommission (Stiko) am RKI trotz des politischen Drucks nach wie vor unbeirrbar und gibt keine generelle Impfempfehlung für Kinder heraus - teilweise im Widerspruch zum RKI. Denn um die geplanten Impfquoten zu erreichen, will das RKI insbesondere junge Erwachsene weiter über die Impfung aufgeklärt sehen. Gerade in dieser Altersgruppe gebe es noch einen größeren Anteil an Unentschlossenen, heißt es.
Bundesaußenminister Heiko Maas  - SNA, 1920, 06.07.2021
„Wenn alle ein Impfangebot haben“: Maas fordert Ende aller Corona-Auflagen
Die neue Schätzung des RKI hat bereits Unterstützer bekommen. „Das RKI schätzt die Lage richtig ein. Bei der Delta Variante sind mindestens 85 Prozent Geimpfte nötig“, schrieb etwa der SPD-Politiker Karl Lauterbach auf Twitter. Die neue Idee von Außenminister Heiko Maas, alle Corona-Maßnahmen aufzuheben, wenn alle ein Impfangebot hätten, werde nicht funktionieren, mahnt Lauterbach. „Es würde zu viele schwer Erkrankte geben“. Allerdings findet die Forderung von Maas neben der Kritik auch viele Befürworter, darunter die bekannte Politikwissenschaftlerin Ulrike Guérot, die den Vorschlag auf Twitter als „vernünftig“ bezeichnet hat.
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