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Polizist in Bayern wegen heimlichen Sexvideos und Missbrauchsbildern verurteilt

Polizei (Symbolbild) - SNA, 1920, 06.07.2021
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Ein 26-jähriger bayerischer Polizist ist zu einer Freiheitsstrafe von einem Jahr und sechs Monaten verurteilt worden, weil er Frauen und eine Minderjährige heimlich in intimen Situationen gefilmt hat und Missbrauchsbilder auf dem Computer hatte.
Die Strafe für den Polizisten wurde zur Bewährung ausgesetzt, wie das Jugendschöffengericht des Amtsgerichts Lichtenfels (Oberfranken) entschied.
Es sei nicht tolerabel, dass ein Polizeibeamter sich solcher Taten schuldig mache, sagte der Richter des Jugendschöffengerichts des Amtsgerichts Lichtenfels bei der Urteilsbegründung. Bürger müssten davon ausgehen können, dass sich Polizisten rechtskonform verhielten.
Betroffen sind vier Frauen und eine zur Tatzeit Jugendliche. Die Aufnahmen aus den Jahren 2015 und 2016 reichen von kurzen „Spannervideos“ in einer Umkleidekabine bis hin zu längeren, heimlich gefilmten Videos, die die Frauen nackt oder beim Sex mit dem Angeklagten zeigen.
Zwei der Betroffenen waren mit dem Mann zusammen, eine davon war zum Zeitpunkt der Aufnahmen erst 17. Auf Handy und Computer des Mannes fanden Ermittler 2019 zudem Aufnahmen des sexuellen Missbrauchs von Kindern: 337 Fotos und 74 Videos.
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Das Urteil lautete hier auf Verletzung des höchstpersönlichen Lebensbereichs durch Bildaufnahmen. Mit den Frauen habe sich der Mann weitestgehend zivilrechtlich geeinigt, sagte der Richter am Dienstag. Berücksichtigt habe man außerdem, dass er die Taten eingeräumt und sich umfassend dazu geäußert habe. Der 26-Jährige hatte in dem Verfahren im Herbst 2019 für zwei Monate in Untersuchungshaft gesessen. Er ist Polizist, war zuletzt aber suspendiert gewesen. Das Urteil, das am Dienstag rechtskräftig wurde, bedeutet laut dem Richter auch das Ende seiner Polizeikarriere: Das Beamtenverhältnis endet bei einer Freiheitsstrafe von mindestens einem Jahr.
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