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Afghanistan
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Angst vor Taliban: Soldaten aus Afghanistan fliehen massenhaft ins Nachbarland Tadschikistan

Polizisten in Afghanistan (Archiv) - SNA, 1920, 05.07.2021
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Mehr als 1000 afghanische Soldaten sind der DPA zufolge aus Angst um ihr Leben vor den islamistischen Taliban*-Kämpfern in die zentralasiatische Ex-Sowjetrepublik Tadschikistan geflohen.
Tadschikische Grenztruppen ließen die Soldaten aus Afghanistan nach eigenen Angaben „als Zeichen guter nachbarschaftlicher Beziehungen“ in der Nacht zum Montag ins Land. Angehörige der afghanischen Regierungstruppen waren bereits in den Tagen zuvor vor den Taliban geflüchtet, diesmal war es allerdings die bisher größte Zahl an Menschen innerhalb eines Tages, die sich in Sicherheit bringen wollten.
In Afghanistan sind derzeit landesweit Islamisten auf dem Vormarsch, während die Nato ihre Truppen aus dem Land abzieht. Die Bundeswehr hatte am vergangenen Dienstag ihre letzten verbliebenen Soldaten aus dem Norden des Landes ausgeflogen. Die USA wollen den Abzug ihrer Truppen bis Ende August abschließen.

Spannungen an den Grenzen

Besonders in den Grenzregionen im Norden Afghanistans spitzt sich die Lage zu. Der tadschikische Präsident, Emomali Rachmon, zeigte sich bei einem Telefonat mit seinem afghanischen Kollegen Aschraf Ghani diesbezüglich besorgt. Tadschikistan hat mit der Provinz Badachschan im Nordosten von Afghanistan eine mehr als 900 Kilometer lange Grenze. Nach Angaben des Grenzschutzes in Duschanbe gelingt es Tadschikistan aber weiterhin, die Lage unter Kontrolle zu behalten.
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Afghanistan
Taliban-Angriff auf Stützpunkt in Afghanistan: Mindestens 16 Tote
Auch Russland beobachtet die Situation an der afghanisch-tadschikischen Grenze aufmerksam. Dmitri Peskow, Sprecher des russischen Präsidenten, warnte vor einer Destabilisierung in Afghanistan. Das russische Militär und der Grenzschutz müssten entscheiden, ob die in Tadschikistan stationierten russischen Streitkräfte deshalb durch zusätzliche Kontingente zu verstärken seien. Eine Entsendung russischer Truppen nach Afghanistan werde es aber nicht geben, betonte Peskow.
* unter anderem von der Organisation des Vertrags über kollektive Sicherheit (Armenien, Kasachstan, Kirgistan, Russland, Tadschikistan, Weißrussland) als Terrororganisation eingestuft, deren Tätigkeit in diesen Ländern verboten ist
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