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Gewaltige Explosion in Chemiewerk erschüttert Vorort von Bangkok – mehrere Opfer

© AFP 2021 / Lillian SuwanrumphaExplosion im Chemiewerk in der Nähe von Bangkok
Explosion im Chemiewerk in der Nähe von Bangkok  - SNA, 1920, 05.07.2021
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In der Nacht zum Montag ist es zu einer schweren Explosion in einem Chemiewerk in Bang Phli, einem Vorort von Bangkok, gekommen. Dabei wurden mindestens 21 Menschen verletzt. Die Bevölkerung wurde über den Radius einer Fünf-Kilometer-Zone um das Werk evakuiert, berichtete der Dritte nationale Fernsehkanal am Montag.
Die Explosion ereignete sich um 03:20 Uhr Ortszeit (22:20 Uhr deutscher Zeit – Sonntag) in einer Plastikschaum-Fabrik im Gebiet der Kingkeo Street, Bezirk Bang Phli, in der Nähe des Bangkok Circular Highway. Die administrativ zur Provinz Samut Prakan gehörende Region liegt wenige Kilometer vom internationalen Flughafen Suvarnabhumi entfernt.
Eine massive Druckwelle schlug Tür- und Fensterrahmen aus und verursachte Zerstörungen in Räumlichkeiten in einem Umkreis von einem Kilometer um die Explosionsstelle. Demnach ließ die Welle Fensterscheiben in einem Umkreis von zwei bis zweieinhalb Kilometern um die Chemiefabrik zerbrechen, berichtete der Fernsehsender. Anschließend kam es zu einem Großbrand.
Nach Angaben der regionalen Behörden, auf die der Fernsehsender verweist, wurden mehr als 20 Menschen durch die Explosion verletzt – alle wurden in Krankenhäuser gebracht. Das Werk liegt in einem Gebiet, in dem sich sowohl Betriebe als auch Wohnhäuser und bewachte Landhaussiedlungen befinden. Auch sie blieben nicht von der Explosion verschont.
Auf Anordnung des Gouverneurs der Provinz Samut Prakan wurde die Evakuierung der gesamten Bevölkerung aus dem Gebiet im Umkreis von fünf Kilometern um das Werk veranlasst.
Nach Angaben des Dritten nationalen Fernsehkanals brennt es nach wie vor und es besteht die Gefahr neuer Explosionen. Chemische Partikel wurden bislang nicht freigesetzt. Die Deutsche Presseagentur (DPA) berichtet, dass es den Feuerwehreinsatzkräften erst am frühen Morgen gelungen sei, den Großbrand unter Kontrolle zu bringen. Die US-Nachrichtenagentur Associated Press (AP) teilt etwa mit, die Flammen seien nun zwar unter Kontrolle, aber das Feuer sei noch nicht vollständig gelöscht – ein Lagerhaus brenne noch.
Brand (Symbolbild) - SNA, 1920, 03.07.2021
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Aus einem kürzlich geposteten Tweet des Radiosenders FM91 Trafficpro geht hervor, dass zusätzlich noch zwei KA-32-Hubschrauber der Sicherheitsdienste sowie zehn Einsatzkräfte im Einsatz waren, um den Brand in den Griff zu bekommen:
Die Ursache der Großexplosion bleibt zunächst unklar. Nach Angaben der Flughafenbeamten sind bislang keine Flüge gestrichen worden.

Augenzeugin aus Russland berichtet

Die Russin Jewgenija, die als Redakteurin und Übersetzerin in einem Filmstudio in der Nähe des Vorfallsortes arbeitet, schilderte der Nachrichtenagentur RIA Novosti:
„Jetzt sitzen wir zusammen mit zwei weiteren Studiomitarbeitern, mit denen wir im selben Haus leben, in einem Auto außerhalb der Fünf-Kilometer-Zone. Wir können nirgendwohin gehen, denn wegen des Ausbruchs von Covid-19 sind alle Restaurants und Cafés bis Ende des Monats zu. Speisen und Getränke kann man nur mitnehmen. Aber wir haben Glück, denn wir verfügen über ein Auto. Viele Bewohner der Gegend um das Werk werden zu Fuß weggebracht, es mangelt an Transportmitteln“.
„Es gab eine Ankündigung von den Provinz- und Kreisbehörden, dass es möglicherweise zu weiteren Explosionen kommen könnte. Auch bestehe die Gefahr einer chemischen Kontamination, weswegen eine Evakuierung angekündigt wird. Irgendwelche besonderen chemischen Gerüche außer dem Brandgeruch haben wir allerdings nicht vernommen“, erklärte sie.
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