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Brandenburg hofft auf Produktionsstart bei Tesla noch 2021

© AP Photo / David ZalubowskiTesla-Logo auf einem Modell X
Tesla-Logo auf einem Modell X - SNA, 1920, 05.07.2021
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Brandenburgs Wirtschaftsminister Jörg Steinbacher hofft, dass in Grünheide noch 2021 das erste Tesla-Auto vom Band läuft. Kritiker des Projekts befürchten negative Umweltfolgen. Steinbacher fordert, das Genehmigungsverfahren zu modernisieren und entbürokratisieren.
Brandenburgs Wirtschaftsminister Jörg Steinbach (SPD) rechnet noch für dieses Jahr mit dem Start der Produktion in Grünheide – trotz Verzögerungen beim Bau der E-Auto-Fabrik von Tesla.
„Ich habe die Hoffnung, dass das erste Auto, das vom Band läuft, das Geburtsjahr 2021 haben wird“, sagte Steinbach dem „Handelsblatt“ (Montag). Die abschließende umweltrechtliche Genehmigung fehle noch wegen der Corona-Pandemie, einer Anhörung von Kritikern des Projekts und des erweiterten Bauantrags mit Batteriefabrik. Tesla wollte ursprünglich im Juli 2021 mit der Produktion beginnen und plant die Inbetriebnahme der Autofabrik bei Berlin nun für Ende dieses Jahres. Dort sollen mindestens 100.000 E-Autos pro Jahr gefertigt werden.
Steinbach sieht das Projekt als Vorbild für andere Firmen. „Wir verhandeln derzeit mit mehreren potenziellen Investoren.“ Das seien alles ausländische Unternehmen.

Im Tunnel der Betriebsblindheit

Nach dem Tesla-Verfahren will er das Planungs- und Genehmigungsrecht in Deutschland mit dem Bund prüfen: „Wir sind, was die Anwendung des Bundesimmissionsschutzgesetzes und die damit verbundenen Genehmigungsverfahren betrifft, vielleicht in einem Tunnel der Betriebsblindheit und sehen möglicherweise nicht die Punkte, die einer Modernisierung und Entbürokratisierung bedürfen.“ Tesla hatte im April das Genehmigungsverfahren für sein Werk kritisiert.
Der Bau ist trotz fehlender abschließender Genehmigung durch das Land Brandenburg weit fortgeschritten. Naturschützer und Anwohner befürchten negative Konsequenzen für die Umwelt. Der Wirtschaftsminister wies die Kritik von Umweltverbänden wegen vorzeitiger Genehmigungen zurück. „Die gesetzlichen Rahmenbedingungen erlauben Vorabzulassungen“, sagte Steinbach. Die Naturschutzverbände Grüne Liga und Naturschutzbund Nabu in Brandenburg gehen rechtlich gegen eine vorzeitige Teilzulassung vor.
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