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Mindestens 25 Tote: Militär in Myanmar schießt auf Dörfer

© AFP 2021 / SAI AUNG MAINEin gepanzertes Fahrzeug in Yangon am 14. Februar 2021
Ein gepanzertes Fahrzeug  in Yangon  am 14. Februar 2021  - SNA, 1920, 04.07.2021
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Rund 150 Soldaten der Militärjunta sollen nach Medienberichten sechs Dörfer in Myanmar den ganzen Tag über beschossen haben. Mindestens 25 Zivilisten sind dabei ums Leben gekommen.
„Sie hatten Informationen, dass es hier eine Bürgerwehr gibt, also kamen sie und griffen uns an“, sagte ein Augenzeuge gegenüber der Deutschen Presse-Agentur. Bürgerwehren haben sich seit dem Machtsturz im ganzen Land gebildet.
Das Militär hatte am 1. Februar geputscht und die Regierung von Friedensnobelpreisträgerin Aung San Suu Kyi gestürzt. Seitdem versinkt das frühere Birma in Chaos und Gewalt. Das Militär unterdrückt jeden Widerstand mit brutaler Härte. Nach Schätzungen der Gefangenenhilfsorganisation AAPP wurden bisher mehr als 890 Menschen getötet. Mehr als 6000 wurden festgenommen.
Gegner der Militärherrschaft verbrannten am Samstag, dem 65. Geburtstag von Juntachef Min Aung Hlaing, vielerorts Fotos von ihm. Auch ließen sie nachgebaute Särge in Flammen aufgehen und spielten damit auf eine Beerdigung Min Aung Hlaings an. In sozialen Netzwerken äußerten ebenfalls viele Nutzer ihren Hass auf den Juntachef, seine Familie und seine Anhänger.
Russlands Verteidigungsminister Sergej Schoigu und Myanmars Oberbefehlshaber Min Aung Hlaing in Moskau, 22. Juni 2021 - SNA, 1920, 28.06.2021
Myanmars De-facto-Staatschef: Werden Militär-Kooperation mit Russland erweitern
Bereits kurz nach dem Militärputsch vom 1. Februar hatte die Junta das auf 65 Jahre begrenzte Alterslimit für den Armeechef und seinen Vize aufgehoben. Damit kann Min Aung Hlaing jetzt solange im Amt bleiben, wie er will.
Kürzlich ordnete die Junta die Freilassung von landesweit mehr als 2000 Gefangenen an, darunter 700 allein aus dem berüchtigten Insein-Gefängnis in der größten Stadt Yangon. Wegen des Putsches verhängte die US-Regierung am Freitag weitere Sanktionen gegen führende Mitglieder des Militärregimes und deren Angehörige.
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