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Giffey kritisiert „Automatismus“ bei Plagiatsvorwürfen gegen Politiker

© AP Photo / Michael SohnFranziska Giffey (Archivfoto)
Franziska Giffey (Archivfoto) - SNA, 1920, 04.07.2021
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Angesichts der Plagiatsvorwürfe gegen die grüne Kanzlerkandidatin Annalena Baerbock prangert die frühere Familienministerin Franziska Giffey den Umgang mit Plagiatsvorwürfen gegen Politiker in Deutschland an. Die Sozialdemokratin selbst war im Mai wegen eines Plagiatsvorwurfs zurückgetreten.
Sie habe Baerbocks neues Buch nicht gelesen und wolle sich daher kein Urteil anmaßen, sagte Giffey der „Bild am Sonntag“.
„Was hier aber deutlich wird, ist, dass es in Deutschland einen Automatismus gibt: Es muss sich nur einer finden, der einen Plagiatsvorwurf erhebt, schon wird die Person komplett in Frage gestellt und damit beschädigt.“
Auf den Hinweis, dass Abschreiben ohne Quellenangabe ein Plagiat sei, antwortete die Ex-Familienministerin:
Annalena Baerbock, Ko-Chefin und Kanzlerkandidatin der Grünen, nimmt am 26. Juni 2021 in Berlin an einer Fernsehdebatte teil. - SNA, 1920, 03.07.2021
Baerbock kontert Kritik an ihrem Buch: „Niemand schreibt ein Buch allein“
„Wir müssen uns in Deutschland mal fragen, wie wir mit denen umgehen, die sich bereit erklären, ihr Leben, ihre Kraft, ihre Nerven, ihre ganze Arbeit für ein politisches Amt zur Verfügung zu stellen. Wenn jemand, der sich politisch engagiert, Freiwild ist für jede Form des Angriffs, der Diffamierung und der rücksichtslosen Hetze, ist das eine Gefahr für die Demokratie.“
Dass ihr der Doktortitel im Wahlkampf entzogen wurde, sei den meisten Berlinern „wumpe“, sagte Giffey. „Die wollen, dass einer oder eben eine die Stadt gut regiert. Viele Bürger sagen mir ganz direkt: ‚Machen Sie sich da mal keen Kopp mit Ihrer Doktorarbeit. Hauptsache Sie werden ne gute Regierende Bürgermeisterin‘.“
Annalena Baerbock wird vorgeworfen, Stellen ihres neuen Buches abgeschrieben zu haben. Am Samstag sagte die Grünen-Kanzlerkandidatin, sie habe „sehr bewusst“ auf Fakten aus öffentlichen Quellen zurückgegriffen. Da das kein Fachbuch sei, gebe es keine Fußnoten, sagte Baerbock den Zeitungen der Funke Mediengruppe und der französischen Zeitung „Ouest-France“. „Niemand schreibt ein Buch allein“, fügte sie laut DPA hinzu.
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